Fred Wenger ist neuer Bedag-Chef

25. März 2019, 13:45
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Der interimistische Co-Chef übernimmt als CEO. Damit hat Bedag einen Nachfolger für Felix Akeret gefunden.

Der interimistische Co-Chef übernimmt als CEO. Damit hat Bedag Informatik einen Nachfolger für Felix Akeret gefunden.
Fred Wenger heisst der neue Chef von Bedag Informatik. Er tritt seine Stelle als CEO des dem Kanton Bern gehörenden Unternehmens per sofort an. In seiner neuen Aufgabe werde er durch den bisherigen stellvertretenden CEO, Peter Schori, unterstützt, wie das Unternehmen heute mitteilt.
Schori leitet den Bereich Finanzen, HR und Recht und werde im Rahmen der operativen Unternehmensleitung zusätzliche Verantwortung übernehmen und den CEO bei zentralen Projekten von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat unterstützen.
Der neue Bedag-CEO Wenger verfügt über Abschlüsse als Elektroingenieur HTL, in Betriebswirtschaft und Unternehmensführung. Er hat sich in Physik und Informatik weitergebildet. Er bringe umfassende Führungserfahrung in der Privatwirtschaft und der Verwaltung mit. Seit 2014 ist er Mitglied der Bedag-Geschäftsleitung in der Funktion des Leiters Rechen-/Betriebszentrum. Er kenne das Unternehmen bestens.
Insbesondere, so die Mitteilung, kenne Wenger auch die Bedürfnisse des Hauptkunden und Eigentümers Kanton Bern. Schori und Wenger hatten bereits gemeinsam die interimistische Co-Leitung des Unternehmens übernommen, als der Verwaltungsrat im Dezember 2018 Felix Akeret per sofort von sämtlichen Aufgaben entband.
Die Ernennung von Wenger und die Bereitschaft von Schori, seine Funktion als stellvertretender CEO weiterzuführen, sei eine Massnahme zur Umsetzung der neuen Eigentümerstrategie, glaubt Bedag. Mit der operativen Doppelspitze könne den gestiegenen Kundenanforderungen auf kantonaler Seite und der intensivierten Zusammenarbeit mit dem Eigentümer und Hauptkunden Kanton Bern Rechnung getragen werden, heisst es in der Mitteilung.
Debatte um Eigentümerstrategie läuft
Bedag zählt rund 370 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Umsatz von gut 90 Millionen Franken. Kunden sind hauptsächlich öffentliche Verwaltungen und Unternehmen im Gesundheits- und Versicherungswesen. Das 1990 gegründete Unternehmen befindet sich im Eigentum des Kantons Bern. Diese Eigentümerstrategie wird von der Berner Regierung heiss diskutiert.
Auf Geheiss des grossen Rats hatte die Regierung den Verkauf von Bedag und weitere Optionen geprüft. Im September 2018 folgte die Regierung Empfehlungen von Gutachtern und entschied, dass das Unternehmen im Eigentum des Kantons bleiben solle, wegen "hohen Risiken insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Schutz und Verfügbarkeit der sensiblen Daten der Kantonsverwaltung".
Der Grosse Rat wollte den "Bericht zur Aktualisierung der Eigentümerstrategie" eigentlich in der März-Session beraten, das Geschäft wurde aber vor wenigen Wochen von der Traktandenliste gestrichen. Denn die Finanzkommission verlangte zusätzliche Abklärungen. Sie will wissen, warum der Kanton die Hoheit über die Speicherung der Daten unbedingt bewahren wolle, wie sie im Februar 2019 mitteilte. Weiter vermisste die Kommission eine umfassendere wirtschaftliche Analyse aus Branchen- und gesamtgesellschaftlicher Sicht. Der Bericht der Regierung zeige nur die Sichtweisen von Bedag und des Kantons auf. Ausserdem solle die Regierung die Möglichkeit prüfen, den Bereich Rechenzentren – Wengers bisheriger Verantwortungsbereich – wieder in die Kantonsverwaltung zu integrieren. (kjo)

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