Freiburg auf dem Weg zum digitalen Spital

16. November 2018, 16:38
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Auf dem Weg zum papierlosen Spital setzt das Hôpital Fribourgeois (HFR) auf die elektronischer Daten-Erfassung per Strichcode.

Auf dem Weg zum papierlosen Spital setzt das Hôpital Fribourgeois (HFR) auf die elektronischer Daten-Erfassung per Strichcode. Wie die 'Freiburger Nachrichten' berichten, kommt das neue Verfahren bei Blutproben, Lumbalpunktionen, Wundabstriche oder bei der Entnahme anderer biologischer Flüssigkeiten zum Einsatz. Auf Anfrage bestätigt IT-Projektleiter Christophe Bosteels, dass ein System im Einsatz stehe, bei dem Daten vom SAP-basierten ERP-System, dem KIS (Klinikinformationssystem) und dem LIS (Laborinformationssytem) integriert worden sind. Neu an der Lösung sei das gemeinsam mit dem LIS-Lieferanten Datamed entwickelte Scanning-System.
Angestrebt werde mit der Lösung, die Nachverfolgbarkeit der Teströhrchen und die Sicherheit der Daten jederzeit zu gewährleisten. Damit spare das Personal pro Laborauftrag etwa ein Drittel der bisher benötigten Zeit. Das sei anhand von Videoaufnahmen mit Probe-Patienten empirisch überprüft worden, wie Bosteels sagt. Deutlich würden die mit dem neuen System möglichen Effizienzgewinne, wenn man weiss, dass am HFR jährlich rund 230'000 solcher Laboraufträge ausgeführt werden. Insgesamt fallen 700'000 Proben und 3,8 Millionen Patientenergebnisse an, wie Bosteels anfügt.
Ein Einsatzszenario beschreibt er wie folgt: Ein Patient trifft im HFR ein, erhält an der Pforte bereits ein Armband, über dessen Strichcode bereits die üblichen ERP- respektive KIS-Daten verfügbar sind. Bereits bei der ersten Untersuchung kann der Arzt dann im LIS die nötigen Analysen in Auftrag geben. Ist der Patient im Krankenbett angekommen, werden die geforderten Proben entnommen. Dazu scannt das Pflegeteam das Armband des Patienten und den Strichcode auf seinem Behandlungsprotokoll. Sind die identisch werden auch die Proberöhrchen mit dann einmal erstellten Strichcode beklebt.
Neben der Zeitersparnis, verringere sich bei diesem Vorgehen auch das Risiko, dass es vor der Laboranlayse zu Fehlern komme, heisst es bei den HFR-Verantwortlichen. Ausserdem habe man von Anfang an bei dem neue Strichcode-System darauf geachtet, dass es mit dem ab 2020 in den Spitälern eingeführten ePD (ektronisches Patientendossier) kompatibel sei. Für Bosteels ist dieser digitalisierte Prozess aber erst der Anfang. Langfristig werde man ganz ohne Papier im HFR auszukommen. (vri)

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