Freiburger Glasfaserprojekt gerettet

27. Juni 2012, 07:48
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Lokale Partner gründen das Gemeinschaftsunternehmen "FTTH Fribourg".

Lokale Partner gründen das Gemeinschaftsunternehmen "FTTH Fribourg".
Swisscom hat sich beim Glasfaserausbau im Kanton Freiburg mit den lokalen Akteuren über eine Anpassung des umstrittenen Kooperationsmodells geeinigt. Swisscom hatte im Februar die Glasfaser-Kooperation in Freiburg noch als "gefährdet" bezeichnet, nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) Kartellabreden festgestellt hatte.
Swisscom und die Elektrizitätswerke Groupe E, Gruyère Energie und IB-Murten haben die umstrittenen Klauseln nun geändert. Ausserdem hat der Freiburger Staatsrat entschieden, die Beteiligung des Kantons an dieser Kooperation zu unterstützen. Damit soll der Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt wie auch auf dem Land gewährleistet werden, teilt Swisscom mit. Das Dossier wurde nun dem Kantonsrat zur Genehmigung unterbreitet. Die Freiburger Partner wollen sich zu einem "FTTH Fribourg" genannten Unternehmen zusammenschliessen und gemeinsam mit Swisscom den Glasfaserausbau im Rahmen des neuen Kooperationsmodells, das sich bereits in anderen Regionen der Schweiz bewährt habe, vorantreiben. Gemäss der ursprünglichen Idee sollten Swisscom und die Partner ein Joint Venture gründen. Swisscom ist nun aber an "FTTH Fribourg" nicht beteiligt.
Im Rahmen des FTTH-Pilotprojekts im Dorf Neyruz/FR und im Quartier Torry in der Stadt Freiburg wurden bereits rund 2'500 Wohnungen und 100 Unternehmen an das von den Freiburger Partnern und Swisscom gebaute Glasfasernetz angeschlossen. Das FTTH-Netz steht auch Drittprovidern offen. (mim)

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