Frischer OpenSource-Wind aus Bern

14. Februar 2005, 15:59
  • e-government
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CMS der Stadt Bern in vier Monaten gebaut

CMS der Stadt Bern in vier Monaten gebaut
Die Stadt Bern hat eine tiefgreifende Reorganisation der Verwaltung hinter sich. So wurde die Zahl der Gemeinderäte (Exekutive) von sieben auf fünf reduziert. Entsprechend musste in kurzer Zeit (Projektstart 1.9.04, Going-Live am 1.1.05) der Webauftritt der Stadt Bern neu organisiert werden.
Die Bundesstadt setzt wo immer möglich Open-Source-Software ein. So entschieden sich die Berner für das "Plone"-Projekt bei der Auswahl des CMS (Content Management System). Mit ein Grund war, dass es mit der 4Teamworks GmbH einen lokalen Software-Spezialisten gibt, der seit Beginn an der Entwicklung von "Plone" mitarbeitet. Ausserdem arbeitet auch das stadtistische Amt des Kantons Basel-Stadt mit "Plone" und gewisse Entwicklungen konnten so ausgestauscht werden.
Dass eine Schweizer Stadt quelloffene Software einsetzt, ist an sich noch keine Sensation, schliesslich gibt es buchstäblich hunderte von Open-Source Webseiten-Verwaltungssystemen. Und die Webseite der Stadt Bern ist noch alles andere als revolutionär. Spannender ist die Perspektive, die sich aus dem "Plone"-Projekt bei der Stadt Bern ergibt.
Ziel: "Opengovernment.ch"
"Plone" wird unter "GPL" (General Public License) vertrieben. Dies bedeutet, dass der Quellcode der Weiterentwicklungen des Software-Paketes ebenfalls veröffentlicht werden müssen. So wird denn auch die Stadt Bern gewisse Module veröffentlichen, wie Bernhard Bühlmann von 4Teamwork sagt.
Die Ziele sind aber höher gesteckt. Bühlmann schwebt eine Plattform für Kantone, Gemeinden und Behörden vor, auf der auf Schweizer Bedürfnisse angepasste Software-Pakete und -Teile veröffentlicht werden können und gemeinsame Projekte angestossen werden. "Der Kantönli-Geist im IT-Bereich verschwindet zusehends", stellt Bühlmann erfreut fest. (Christoph Hugenschmidt)

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