Frisst IBM zu kleine Fische?

4. Februar 2013, 16:34
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Gegenwärtig werden in der US-IT- und Wirtschaftspresse diverse von Finanzanalysten stammende Spekulationen und Ratschläge darüber herumgereicht, welche Unternehmen IBM als nächstes übernehmen könnte oder sollte.

Gegenwärtig werden in der US-IT- und Wirtschaftspresse diverse von Finanzanalysten stammende Spekulationen und Ratschläge darüber herumgereicht, welche Unternehmen IBM als nächstes übernehmen könnte oder sollte. Der Anlass: Ein Vertreter von IBMs Softwaregruppe hat anscheinend letzte Woche gesagt, dass IBMs Fahrplan von 2011 bis 2015 Ausgaben von insgesamt rund 20 MiIlliarden Dollar für Akquisitionen vorsehe. Davon seien noch rund 14,5 Milliarden übrig.
IBMs gegenwärtige Strategie ist es, sein Portfolio mit eher kleinen Übernahmen - in einem Preisbereich von 200 Millionen bis 1,5 Milliarden Dollar - kontinuierlich auszubauen oder gewisse Lücken zu füllen. Nun finden einige Analysten, unzufrieden mit der geringen Umsatzsteigerung 2012, dass der IT-Riese grössere und fettere Fische auf sein Menu nehmen sollte, um sein Wachstum anzukurbeln.
Als geeignete Übernahmekandidaten werden beispielsweise NetApp, Juniper und Akamai genannt. Mit NetApp könnte IBM seine Stellung im Storage-Bereich stark ausbauen, mit Akamai seine Cloud-Umsätze erhöhen und mit Juniper ins Netzwerkgeschäft zurückkehren, so die Überlegungen. Zumindest der Preis für NetApp dürfte aber das genannte "Einkaufsbudget" bis 2015 schon alleine deutlich sprengen. Als weitere interessante Kandidaten werden auch der im Big-Data-Bereich tätige Softwarehersteller Splunk sowie der Applikations-Security-Spezialist Imperva erwähnt. Letzterer würde allerdings bereits wieder in den Bereich der kleinen Fische fallen. (hjm)

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