Fritz & Macziol Schweiz vor dem Aus?

1. April 2014, 08:59
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Nach der Seco-Affäre werden nun 25 Stellen abgebaut.

Nach der Seco-Affäre werden nun 25 Stellen abgebaut.
Der 'Bund' berichtet heute, dass Fritz & Macziol Schweiz als Folge der Korruptionsaffäre rund um das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bis zu 25 der 45 Stellen abbaue. Ehemalige Kaderleute des Unternehmens werden verdächtigt, in die Affäre involviert zu sein. Ein Teil der Geschäftsaktivitäten und der Mitarbeitenden des Unternehmens werden in das Zuger Tochterunternehmen (IT&T) überführt. Ein Sprecher des niederländischen Mutterkonzerns Imtech bestätigte die Meldung. Die Massnahmen stünden in direktem Zusammenhang mit der Affäre, bestätigte der Sprecher.
Im Januar war publik geworden, dass Ex-Mitarbeiter von Fritz & Macziol Schweiz zusammen mit einem Komplizen im Seco möglicherweise korrupte Geschäft getätigt haben. Demnach sollen dem IT-Dienstleister als Gegenleistung für Geschenke Aufträge zugeschanzt worden sein. Der Fall ist noch nicht aufgearbeitet. Untersucht werden die Vorwürfe unter anderem von der Bundesanwaltschaft.
Imtech hatte selber eine interne Untersuchung durchgeführt und Fehler eingeräumt. Sämtliche in die Affäre involvierte Personen - darunter zwei ehemalige Geschäftsführer und ein ehemaliger Direktor der Schweizer Niederlassung - hätten Fritz & Macziol Schweiz verlassen, betonte Imtech damals. Der Imtech-Sprecher gab am Dienstag nicht bekannt, ob die Schweizer Tochter als Folge der Affäre Aufträge verloren hat. Imtech wolle Fritz & Macziol Schweiz aber nicht vollständig auflösen. (sda/mim)

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