FSC-Betriebrat will keine 40-Stunden-Woche

18. Juli 2006, 12:57
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Der Betriebsrat von Fujitsu Siemens ist mit den Plänen des Managements nicht einverstanden.

Der Betriebsrat von Fujitsu Siemens ist mit den Plänen des Managements nicht einverstanden.
Der Betriebsrat von Fujitsu Siemens Computers (FSC) ist offensichtlich nicht mit den Plänen von CEO Bernd Bischoff einverstanden. Bischoff hatte gestern über die Tageszeitung 'Die Welt' verkündet, dass FSC kosten sparen müsse und deshalb die Einführung der 40-Stunden-Woche geplant sei. In der gleichen Zeitung wird nun Fujitsu-Siemens-Gesamtbetriebsratschef Otto Müller mit der Aussage zitiert, dass diese Pläne abgelehnt werden: "In der reinen PC-Produktion halten wir eine starre 40-Stunden-Regelung für falsch."
Gestern hiess es seitens Siemens, die Pläne über eine 40-Stunden-Woche seien weit fortgeschritten und eine Schliessung der beiden Werke in Augsburg und Sömmerda komme nicht in Frage. Weil heute aber seitens Arbeitnehmer ein klares "Njet" zu Bischoffs Vorschlag folgte, wird sich der Konzern etwas Besseres einfallen lassen müssen, damit Kosten gespart werden können.
Gemäss Müller gibt es in der PC-Produktion mit den erprobten flexiblen Arbeitszeitmodellen genug Spielräume, die Produktionskosten niedrig zu halten. Er schlägt deshalb vor, in den kaufmännischen Bereichen, in der Verwaltung und in den Entwicklungsabteilungen von Fujitsu Siemens zu sparen. Auch passt ihm nicht, dass zwei Standorte derart ins Gespräch gebracht werden. Das Unternehmen habe insgesamt ein Kostenproblem, nicht nur in Augsburg und Sömmerda.
Das nächste Wort hat die deutsche Gewerkschaft IG Metall. Gemäss Müller hat Fujitsu Siemens bereits bei der Gewerkschaft den Antrag auf Einführung der 40-Stunden-Woche gestellt. (mim)

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