FSC: Eisenbahn als Alternative zu Luftfracht aus China

19. September 2008, 13:01
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Xiangtang - Hamburg einfach: Fujitsu Siemens springt auf den "grünen Zug", und zwar wörtlich.

Xiangtang - Hamburg einfach: Fujitsu Siemens springt auf den "grünen Zug", und zwar wörtlich.
Eigentlich schade, dass es Monitoren und PC-Gehäusen komplett egal ist, auf welchem Weg sie von ihren fernöstlichen Geburtorten nach Westeuropa gelangen. Abfahrt in Xiangtang, über Peking, durch die Mongolei und die Wüste Gobi nach Irkutsk, dann durch Sibirien und den Kaukasus nach Moskau und über Smolensk und Minsk nach Hamburg - Die 10'000 Kilometer lange Zugsfahrt, die einige von ihnen zukünftig unternehmen werden, weckt bei Menschen Reiseträume.
Fujitsu Siemens Computers ist der erste Computerhersteller, der Monitore und PC-Bauteile per Bahn von China nach Deutschland transportieren lässt, als umweltschonenden Kompromiss zwischen See- und Luftfracht. Für die oben geschilderte Route braucht der speziell angemietete Container-Zug, der aussschliesslich Waren für Fujitsu Siemens Computers transportieren wird, 17 Tage.
Der Transport im Zug ist damit, so FSC, ein Drittel schneller als per Schiff und gleichzeitig etwa 75 Prozent billiger als Luftfracht. Und als "grüner" Bonuns ensteht gemäss FSC weniger als 5 Prozent des CO2-Ausstosses, der beim Transport im Flugzeug verursacht würde.
Heribert Göggerle, Senior Vice President für den Bereich Supply Operations von FSC ist überzeugt von der neuen Transportalternative: "Wir profitieren davon, einen Teil der Endprodukte schneller auf den Markt bringen zu können, ohne zusätzliche Kosten für Luftfracht an den Kunden weitergeben zu müssen. Und für die Umwelt ist es von offensichtlichem Vorteil, dass wir demonstrieren können, dass die "grüne Wahl" keinen Mehraufwand oder zusätzliche Kosten verursacht, sondern in vielen Aspekten die beste Wahl ist." (Hans Jörg Maron)

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