FTTH: Avenir Suisse für "differenzierten Regulierungsansatz"

23. November 2009, 13:26
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Der Think-Tank schlägt vor: Grundsätzlich kein regulierter Netzzugang bei den Glasfasernetzen. Regulator soll aber bei der Gestaltung der Investitionspartnerschaften Einfluss nehmen und Elektrizitätswerke sollen eine Netzgesellschaft bilden.

Der Think-Tank schlägt vor: Grundsätzlich kein regulierter Netzzugang bei den Glasfasernetzen. Regulator soll aber bei der Gestaltung der Investitionspartnerschaften Einfluss nehmen und Elektrizitätswerke sollen eine Netzgesellschaft bilden.
Der Bau von Glasfasernetzen bis in die Haushalte (Fiber to the Home – FTTH) beschäftigt auch den Think-Tank Avenir Suisse. Eine soeben veröffentlichte Studie befasst sich mit der "Zukunft des Telekommarktes zwischen Innovation und Regulierung". Sie analysiert die Wirkungen eines unregulierten sowie eines regulierten Wettbewerbs und evaluiert Veränderungen von Investitionsanreizen.
Avenir Suisse befürchtet dabei in erster Linie eine weitere Stärkung der Marktposition von Swisscom und kritisiert – wie auch Swisscom-Hauptkonkurrent Sunrise – das Fehlen einer Regulierung: Das vor zweieinhalb Jahren in Kraft getretene revidierte Fernmeldegesetz (FMG) sieht beim Glasfasernetz - anders als beim Kupfernetz - keinen regulierten Netzzugang für konkurrierende Anbieter vor.
Nur punktuelle Regulierung
Avenir Suisse plädiert in der Studie für einen "differenzierten Regulierungsansatz". Der von Avenir Suisse vorgeschlagene Ansatz sieht grundsätzlich von einem regulierten Netzzugang ab. Seien jedoch die Voraussetzungen für effektiven Wettbewerb nicht oder nicht mehr erfüllt, müsse ein regulierter Netzzugang auf regionaler Ebene erfolgen. Dies setze voraus, dass die Bestimmungen des FMG auch im Falle der Glasfaser angewendet werden können. Die Effektivität dieses Ansatzes werde entscheidend gestärkt, wenn der Regulator nötigenfalls bei der Gestaltung der Investitionspartnerschaften Einfluss nehmen könne und wenn die EWs eine gemeinsame Netzgesellschaft bildeten.
Eine strikte Regulierung drohe sich hingegen negativ auf die Investitionsanreize auszuwirken, glaubt Avenir Suisse. Ganz ohne Regulierung wäre funktionierender Wettbewerb zwar möglich, doch sei dieser Zustand weder flächendecken noch stabil. Entscheidend wäre in diesem Fall die Kooperationsbereitschaft zwischen Swisscom und EWs. (mim)

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