FTTH: Weko-Untersuchung kein Thema am Runden Tisch

17. Januar 2011, 08:00
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Siebte Diskussionsrunde über den Ausbau der schweizerischen Glasfasernetze.

Siebte Diskussionsrunde über den Ausbau der schweizerischen Glasfasernetze.
Bereits zum siebten Mal trafen sich am vergangenen Freitag die wichtigsten Vertreter der hiesigen Glasfasernetz-Szene mit Mitgliedern der Kommunikationskommission (ComCom) sowie des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom). Am siebten Runden Tisch zum Thema Fiber to the Home (FTTH), der diesmal in Solothurn stattfand, haben die Marktakteure gemäss einer Mitteilung "über die Fortschritte bei der Einführung von Glasfasernetzen in der Schweiz" diskutiert.
Die Voruntersuchung der Wettbewerbskommission (Weko) war jedoch kein Thema in Solothurn. Da gäbe es auch nicht viel zu diskutieren, denn betroffen sind primär die Vertragsparteien, sprich Swisscom und die regionalen Energieversorger. Im Mittelpunkt stand vielmehr der Aufbau einer gemeinsamen Betriebsplattform, um Bestellungen zwischen Dienst- und Netzanbietern abzuwickeln. Fünf städtische Elektrizitätswerke (Basel, Bern, Genf, St. Gallen, Zürich) haben diese gemeinsame Plattform zur Abwicklung von Bestellungen und Kundenumschaltungen bei Glasfasernetzen entwickelt. Sie stehe nun für einen Betriebsversuch bereit und soll die Zusammenarbeit zwischen Dienst- und Netzanbietern ermöglichen, heisst es in der Mitteilung. Das Interesse an der Plattform dürfte bei den Energieversorgern und Providern gross sein, weil man sich davon eine Vereinfachung der Abläufe verspricht.
Ein weiteres Thema war der Glasfaser-Ausbau in Gebieten mit geringerer Bevölkerungsdichte. Als Beispiel erwähnt wurde das Glasfaserprojekt im Kanton Obwalden, das eine flächendeckende Versorgung vorsieht. Auch die Rolle der Kabelnetzbetreiber beim Bau von Anschlussnetzen der nächsten Generation kam zur Sprache.
Der nächste Runde Tisch findet im September 2011 statt. (mim)

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