Für 40 Millionen: Steuerverwaltung vergibt Aufträge für Fiscal-IT

14. Mai 2014, 15:08
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SAP-Consulter, Tester, Business-Analysten und Projektleiter: Sieben IT-Dienstleister erhalten lukrative Aufträge für die Erbringung von Dienstleistungen rund um das "Insieme"-Nachfolgeprojekt Fiscal-IT.

SAP-Consulter, Tester, Business-Analysten und Projektleiter: Sieben IT-Dienstleister erhalten lukrative Aufträge für die Erbringung von Dienstleistungen rund um das "Insieme"-Nachfolgeprojekt Fiscal-IT.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat gestern vier umfangreiche Zuschläge für grössere IT-Vorhaben publiziert. Das Gesamtvolumen der vier Rahmenverträge beträgt rund 40 Millionen Franken, je nach dem jeweiligen Bezug bei den Lieferanten. In welcher Höhe Leistungen bezogen werden, hängt vom jeweiligen Bedarf in den Projekten ab. Die ICT-Branche und Politiker kritisieren die Praxis des Bundes, Rahmenverträge statt konkrete Projekte zu vergeben. Der Bund betont in diesem Fall aber, dass die Umsetzung in Form von Aufträgen und Werken erfolgen soll.
Consulter, Tester, Analysten und Projektleiter
Bei den vier Zuschlägen geht es vorwiegend um Leistungen für "Fiscal-IT", welches das Nachfolgeprojekt des gescheiterten Software-Projekts "Insieme" ist. Fiscal-IT ist eines der komplexesten ICT-Projekte des Bundes.
Im ersten Zuschlag geht es um SAP-Consulting, wobei die ESTV "Partnerschaften" für die Jahre 2014 bis 2018 abgeschlossen hat. Gewonnen haben hier Novo Business Consultants mit einem Volumen von potenziell vier Millionen Franken sowie das Unternehmen Best Practice Consulting aus Deutschland mit 4,3 Millionen Franken. Eine Mindestabnahmemenge besteht nicht. Im konkreten Bedarfsfall werde ein Wettbewerb unter den Zuschlagsempfängern durchgeführt (Minitender). Es werde höchstens das in der Ausschreibung publizierte, maximale Stundenkontingent von 20'000 Stunden abgerufen, heisst es in den Ausschreibungsunterlagen.
Der zweite Zuschlag betrifft Testmanagement-Partnerschaft für die gleiche Periode. Gewinner sind hier IBM Schweiz (11,5 Mio.), MSG Systems (6,8 Mio.) und Erni Consulting (9,7 Mio.). Das maximale Stundenkontingent beträgt hier 54'000 Stunden.
Beim dritten Zuschlag geht es um Business-Analyse, ebenfalls für die Jahre 2014 bis 2018. Berücksichtigt wurden hier wiederum IBM Schweiz (21 Mio.) und Erni Consulting (14,9 Mio.) sowie Couniq Consulting (14,3 Mio.) und Zühlke Management Consultants (16,6 Mio.). In diesem Fall beträgt das maximale Stundenkontingent 90'000 Stunden, ansonsten gelten die gleichen Bedingungen.
Beim vierten Zuschlag schliesslich geht es um Projektmanagement von 2014 bis 2018. Als einziger Anbieter erhielt MSG Systems einen Zuschlag für 11,9 Millionen Franken. Maximal bezogen werden 81'000 Stunden. (Maurizio Minetti)

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