Für 63 Millionen: EJPD vergibt IT-Aufträge

22. Februar 2013, 10:41
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Unisys, ITech Consult und AWK Group gewinnen Ausschreibung für Personalverleih von IT-Spezialisten für die nächsten fünf Jahre.

Unisys, ITech Consult und AWK Group gewinnen Ausschreibung für Personalverleih von IT-Spezialisten für die nächsten fünf Jahre.
Die Bundesverwaltung gibt jährlich viele für IT-Personal aus, das von spezialisierten Firmen "geliehen" wird. Dieses Body-Leasing ist nicht unüblich und ermöglicht es dem Bund, bei Projekten Arbeitskräfte flexibel einzusetzen. Schweizer KMU kritisieren, dass sie oft nicht zum Zug kommen, doch der Bund berücksichtigt beileibe nicht immer internationale Multis wie etwa Accenture oder IBM.
Nun hat jüngst das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) für rund 63 Millionen Franken Zuschläge vergeben. Genau genommen handelt es sich um das Informatik Service Center ISC-EJPD, das für die Jahre 2013 bis 2017 IT-Spezialisten braucht. Dieses erstellt und betreibt die zentralen Fachanwendungen für die Ämter des EJPD, das Generalsekretariat, das Grenzwachtkorps, die Polizei- und andere Amtsstellen der Kantone, Städte und Gemeinden.
Das EJPD hat nun im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung am 31. Januar 2013 vier Firmen ausgewählt: ITech Consult in Baar und Unisys Schweiz haben für 20,7 respektive 22,3 Millionen Franken das Los 1 gewonnen. Vom ersten Quartal 2013 bis zum vierten Quartal 2017 kann das EJPD ICT-Architekten, Software-Ingenieure und ICT-System-Ingenieure von diesen Firmen "beziehen". Das zweite Los ging an die AWK Group in Zürich und wiederum an Unisys, die jeweils rund 10 Millionen Franken kassieren. Sie stellen ICT-Testmanager, Business-Analysten und Projektleiter zur Verfügung. Die Leistungen werden nur dann in Anspruch genommen, wenn Projekte des EJPD einen entsprechenden Bedarf generieren.
Guido Balmer, Stellvertretender Informationschef beim EJPD, erklärt auf Anfrage von inside-it.ch, dass ein Teil dieser Aufgaben schon bisher von externen Mitarbeitenden erledigt worden seien. Deren Verträge seien nun ausgelaufen oder werden demnächst auslaufen. "Darüber hinaus müssen wir zusätzliche Kapazitäten für Projektleistungen des ISC-EJPD schaffen. Die Kapazität soll von heute jährlich etwa 20'000 auf 24'000 Personentage erhöht werden", so Balmer in einem E-Mail. (Maurizio Minetti)

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