Für 900 Millionen: Bundesrat will RZ-Verbund bauen

2. Juli 2014, 16:12
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Der Bundesrat will einen Verbund von vier Rechenzentren bauen. Zwei davon für das Militär, eines für die Bundesverwaltung und eines für die gemischte Nutzung. Ersatz einer Vielzahl von kleinen Rechenzentren.

Der Bundesrat will einen Verbund von vier Rechenzentren bauen. Zwei davon für das Militär, eines für die Bundesverwaltung und eines für die gemischte Nutzung. Ersatz einer Vielzahl von kleinen Rechenzentren.
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, einen departementsübergreifenden Verbund von vier Rechenzentren zu bauen. Drei davon werden neu gebaut, ein bereits bestehendes Rechenzentrum wird modernisiert. Insgesamt wird das Projekt ungefähr 900 Millionen Franken verschlingen.
Zwei der Rechenzentren werden für militärische Zwecke gebaut. Sie sollen voll geschützt sein und 2021 betriebsfertig sein. Der Bau eines dieser Rechenzentren wird ungefähr 270 Millionen Franken kosten, wie man aus der Immobilienbotschaft VBS und dem Rüstungsprogramm 2014 entnehmen kann.
Ein weiteres, drittes Rechenzentrum soll sowohl zivil wie auch militärisch genutzt werden. Es soll 2020 in Betrieb gesetzt werden. Der Bundesrat hat die bundeseigene Rüstungsfirma armasuisse mit der Projektleitung für Planung und Bau dieses Rechenzentrums beauftragt. Es soll ungefähr 136 Millionen Franken kosten, wie der Delegierte für die Informatiksteuerung, Peter Fischer, auf Anfrage in einer E-Mail schreibt. Dieser Betrag ist in den oben genannten 900 Millionen Franken enthalten.
Das vierte, rein zivil genutzte Rechenzentrum besteht bereits. Es seien "nachhaltige Instandstellungsarbeiten" vorgesehen, so Fischer. Es soll dann bis mindestens 2030 benützt werden können.
Mit den vier Rechenzentren will der Bund eine Reihe von kleinen Rechenzentren ersetzen. Die wachsenden Kapazitätsbedürfnisse der Bundesinformatik könnten an den heutigen Standorten "in naher Zukunft" nicht mehr erfüllt werden, schreibt Fischer.
Die Kredite für den Bau des RZ-Verbunds werden dem Parlament mit den Immobilienbotschaften der entsprechenden Departemente vorgelegt. Man habe auch externe Mietvarianten geprüft, diese Option aber aus "qualitativen und wirtschaftlichen Gründen" nicht weiterverfolgt, schreibt der Bundesrat. (hc)

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