Fujitsu: Jeder fünfte Konzern setzt bereits auf "Cloud only"

17. Januar 2019, 12:33
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Eine neue Studie zeigt grossen Nachholbedarf bei der Orchestrierung von Multi-Cloud-Umgebungen.

Eine neue Studie zeigt grossen Nachholbedarf bei der Orchestrierung von Multi-Cloud-Umgebungen.
Good News für die Anbieter von Orchestrierungs-Lösungen für Multi-Cloud-Umgebungen: Der bekannte Trend zur Multi-Cloud dürfte sich in Zukunft noch verstärken und damit auch das Bedürfnis nach Orchestrierung der Dienste. Dies zumindest ergibt eine Befragung von Fujitsu unter rund 250 IT-Entscheidern in Firmen mit über 500 Mitarbeitern.
Während vor einem Jahr noch etwas über die Hälfte die Cloud-Strategie als "Cloud first" oder gar "Cloud only" bezeichneten, sind es laut Studie "State of Orchestration 2018/19" nun 86 Prozent. Heute nutzen Grossfirmen im Durchschnitt neun verschiedene Cloud-Anbieter, ein Drittel setzt gar auf über zehn Vendors. Die 21 Prozent, die ausschliesslich auf die Cloud setzen, arbeiten im Schnitt mit 13 Anbietern – über Software, Plattform und Infrastruktur hinweg.
Und der Trend zu mehr Vendors hält offenbar an. Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Multi-Cloud in den nächsten zwei Jahren zu einem immer wichtigeren Bestandteil ihrer Cloud-Architektur werde. Nur zwölf Prozent sehen in ihren Unternehmen eine sinkende Bedeutung von Multi-Cloud-Umgebungen.
Zentrales Anliegen der Befragten: Die erfolgreiche Bewältigung der Komplexität. Rund drei Viertel der Firmen halten die Cloud-Orchestrierung für elementar, um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern. Zugleich sagte mehr als die Hälfte, dass ihnen intern das Know-how fehle, um ihre Cloud-Umgebungen erfolgreich zu betreiben.
Kein Wunder sehen vier Fünftel Nachholbedarf. Sie müssten ihre Cloud-Umgebungen effektiver orchestrieren, gaben sie zu Protokoll. Die grössten Herausforderungen seien dabei die Kosten sowie die Wahl der geeigneten Partner. Fast alle nannten zudem Security als wichtiges Feld, in dem noch Arbeit anstehen.
Über 90 Prozent der Studienteilnehmer nannten die einfache Verschiebung von Workloads zwischen den Clouds als zentrales Anliegen. Die wichtigsten Vorteile einer Orchestrierung sind laut Studie zudem Transparenz und Kontrolle, Kosteneinsparungen sowie ein konsistentes Nutzererlebnis.
Die Befragten stammen aus Grossbritannien, den USA, Australien, Spanien und Deutschland und aus allen Industriesektoren. Die Studie "State of Orchestration 2018/19" (PDF) kann von der Fujitsu-Website bezogen werden. (ts)
Hinweis: Alles mögliche "as-a-Service" anzubieten ist definitiv ein Trend, der den Channel transformiert. Rezepte dafür, wie man damit umgehen kann und eine Studie mit Zahlen aus der Schweiz, werden am Inside Channels Forum.

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