Fujitsu kauft deutschen High-Performance-Computing-Consulter

13. April 2011, 11:15
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Fujitsu will auch in der Schweiz seine Umsätze im HPC- Bereich erhöhen.

Fujitsu will auch in der Schweiz seine Umsätze im HPC- Bereich erhöhen.
Durch Ausbau des Primergy-Portfolios von leistungsstarken Servern und durch die am 1. April 2011 in Kraft getretene Übernahme des auf High Perfomance Computing spezialisierten deutschen IT-Beratungsunternehmens ICT AG will Fujitsu seine Chancen in diesem Bereich steigern. Zu dem bestehenden Angebot eines auf Primergy-Servern basierenden HPC-Stacks inklusive Rack- und Blade-Server, entsprechender Middleware und eines InfiniBand-Netzwerks sollen Kunden in Europa durch den Erwerb der ICT AG nun auch zusätzliche Dienstleistungen in den Bereichen Benchmark-Tests, Zertifizierungen und Integration zur Verfügung stehen.
Mit nach eigenen Aussagen über 30 Jahre Erfahrungen in der Supercomputing-Entwicklung will sich Fujitsu hier vor allem auf Anwendungen konzentrieren, die hohe Rechenleistung erfordern. Dazu gehört unter anderem die Erstellung von Risiko-Modellen in der Finanzbranche und 3D-Grafiken. Die Übernahme der ICT AG soll Kunden in Europa, Nahost und Afrika nun auch den Zugang zum weltweiten Netzwerk von Fujitsu und Partnern wie etwa zur Universität Wales eröffnen. Diese hat dem japanischen Hersteller für den Aufbau einer HPC-Infrastruktur gerade einen Auftrag in einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Pfund (rund 22 Millionen Franken) inklusive aller zusätzlichen Services erteilt. Die HPC-Rechenleistung soll nicht nur Wissenschaftlern der Universität, sondern auch der Industrie in Wales zur Verfügung stehen.
"HPC ist ein spannender Wachstumsmarkt. Wir erwarten, dass unsere HPC-Server innerhalb der nächsten zwei Jahre bis zu 20 Prozent unseres x86-Servergeschäfts ausmachen. Durch die Fachkompetenz von ICT erhalten unsere Kunden neben der Computing-Leistung für rechenintensive Aufgaben und Simulationsanwendungen zusätzliches Know-how, um Produktinnovationen sowie Forschung und Entwicklung voranzutreiben und damit auch Markteinführungszeiten zu verkürzen“, erklärt Jens-Peter Seick, Senior Vice President Datacenter Systems bei Fujitsu Technology Solutions. "Dies strahlt auch auf die Schweiz aus", fügt Manual Gutierrez, Managing Director von FTS Schweiz hinzu. Hierzulande gebe es überdurchschnittlich viele Unternehmen, die stark in Forschung und Entwicklung tätig sind. "Da sind qualitativ hochwertige HPC-Services das Gebot der Stunde. Die Einbindung der ICT AG ergänzt unser Schweizer Leistungsangebot. Zukünftig werden wir auch eigene Kapazitäten nutzen, um unseren Schweizer Kunden externe HPC Leistungen auf höchstem Niveau anzubieten", so Gutierrez. (Klaus Hauptfleisch)

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