Fujitsu Siemens: "Desktop-Produktion ist in China zu teuer – lieber Osteuropa"

16. März 2007, 10:18
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Fujitsu Siemens Computers (FSC) erwägt, die Produktion von Desktop-PCs nach Osteuropa zu verlagern.

Fujitsu Siemens Computers (FSC) erwägt, die Produktion von Desktop-PCs nach Osteuropa zu verlagern. Dies sagte der Chef des deutsch-japanischen Jointventures Bernd Bischoff anlässlich der CeBIT in Hannover. FSC ist der einzige PC-Hersteller, der noch in Deutschland (Augsburg und Sömmerda) produziert. Spätestens seit Sommer 2006. Anlagen hat Fujitsu Siemens auch in München, Paderborn und Milpitas (Kalifornien).
"Längerfristig können wir uns vorstellen, die Produktion von Desktop-PCs in Osteuropa zusammen mit einem Partner anzusiedeln", so Bischoff gegenüber Nachrichtenagenturen. Welche osteuropäischen Länder als Produktionsstandorte erwägt werden, sagte er nicht. China, wo die grössten PC-Hersteller produzieren (lassen), kommt für Bischoff nicht in Frage: "In China gefertigte Desktops wären wegen der Transportkosten zu teuer – der Vorteil der dortigen niedrigen Lohnkosten wäre aufgefressen", sagte Bischoff. "Osteuropa ist da ein interessanter Fertigungsort." In der Tat produzieren Hersteller auch in Osteuropa dank den immer noch tiefen Löhnen billiger und müssen nicht viel für Transportkosten aufwenden.
FSC lässt in China allerdings Notebooks produzieren. "120 Leute bauen in einer Fertigungslinie 200 Notebooks in einer Stunde zusammen, davon ist jeder zehnte Mitarbeiter ein Qualitätskontrolleur", so Bischoff. Dies sei in Deutschland nicht mehr zu bezahlen. Laut Bischoff bleibt die Software-Entwicklung auch längerfristig in Deutschland. (mim)

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