Fujitsu will in Zentral­europa 350 Stellen für Service-Angebote schaffen

22. Juli 2021, 14:53
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Der Konzern stellt seine Pläne für die Zeit während und nach der Pandemie vor. Der Wandel sei so schnell wie nie, sagt der Chef von Zentraleuropa.

Fujitsu lud heute die Presse zu einem Roundtable. Der japanische Techkonzern präsentierte am virtuellen Anlass seine Strategie für Europa: Wie bei vielen ICT-Anbietern dieser Tage ging es um die neue Workplace-Situation sowie den Trend zu Cloud und hybriden Umgebungen.
Nach einem ersten Schock und Notfallbeschaffungen seinen nun die strategischen Veränderungen klar zu erkennen, hiess es. "Jetzt findet die Einführung neuer Arbeitsplatzkonzepte wieder im Rahmen einer langfristigen strategischen Planung statt", erklärte Rupert Lehner, Head Central & Eastern Europe. Zudem fragten sich viele Kunden nicht mehr, ob sie die Cloud-Angebote der Hyperscaler nutzen, sondern nur noch wofür.
Der Fujitsu-Manager zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung: "Einen so schnellen Wandel wie derzeit habe ich noch nie beobachtet." Dies zeige sich auch im Beratungsbedarf der Kunden und im Interesse nach dem Fujitsu Service Hub, der vorrangig für Integration, Orchestrierung und Betrieb von hybriden und Multicloud-Umgebungen sowie Applikationen zum Einsatz kommt. Der Hub war im deutschsprachigen Raum erst ab November 2020 ausgerollt worden.
Mittlerweile erziele man zwei Drittel des Umsatzes mit Produkten und Lösungen, aber bereits rund einen Drittel mit Services, hiess es von Fujitsu auf Nachfrage zu konkreten Geschäftszahlen. Mit klarem Trend zu den Services. Im letzten Herbst war für die DACH-Region noch von 20% Service-Anteil die Rede.
Dem will man bei Fujitsu auch künftig Rechnung tragen. In Zentraleuropa sollen 350 neue Stellen für das Service-Geschäft geschaffen werden, wie Lehner erklärte. "Wir investieren in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter massiv in Technologien, Partnerschaften, den Channel und in die Aus- und Weiterbildung aller unserer Beschäftigten", ergänzte er. Im letzten Herbst hatte man aus der Konzernzentrale verkündet, ganze 800 Millionen Franken in die eigene globale Transformation zu stecken.
Wie viele der neuen Service-Stellen in der Schweiz geschaffen werden, konnte man seitens des Konzerns auf Nachfrage noch nicht sagen. Auch darüber wie viele Angestellte Fujitsu hierzulande beschäftigt oder wie die Umsätze aussehen, hüllt man sich in Schweigen. In ganz Zentraleuropa zähle man 5000 Mitarbeitende und 10'000 Partner, von letzteren seien in der Schweiz 1100 aktiv, hiess lediglich. 

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