Funktioniert die Open-Source-Strategie des Bundes?

20. Juni 2014, 12:44
  • e-government
  • open source
image

Die "Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit" (Parldigi) beschäftigt die Bundesverwaltung mit gleich zwei Postulaten.

Die "Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit" (Parldigi) beschäftigt die Bundesverwaltung mit gleich zwei Postulaten. Edith Graf-Litscher will vom Bundesrat wissen, wie die 2005 formulierte Open-Source-Strategie des Bundesrats umgesetzt worden ist. Insbesondere will sie wissen, welche der damals genannten Ziele umgesetzt worden sind und wieviel die Bundesverwaltung heute für Bezahl-Software ausgibt.
Parldigi beantwortet die Fragen ihrer Co-Präsidentin in einer Pressemitteilung von heute gleich selbst. Die damals genannten Massnahmen seien nur "bruchstückhaft" umgesetzt worden, heisst es da.
In einem zweiten Postulat stellt der andere Co-Präsident Christian Wasserfallen diverse Fragen zur wirtschaftlichen Bedeutung von Open Source Software (OSS). Wasserfallen will unter anderem wissen, welches Einsparungspotential der vermehrte Einsatz von OSS habe und welches ökonomische Potential OSS-Dienstleister realisieren könnten.
Auch diese Fragen beantwortet Parldigi gleich selbst: Unternehmen und Behörden könnten durch den Einsatz von OSS rund 36 Prozent Ihrer IT-Kosten einsparen, habe eine Studie schon 2006 bewiesen, schreiben die Open-Source-LobbyistInnen. Und OSS trage zur europäischen Wirtschaft "zusätzlich rund 342 Milliarden Euro" bei, heisst es in der Mitteilung reichlich rätselhaft. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

EPD-Pflicht soll auf Ambulante erweitert werden

Der Bundesrat findet, auch Physio- und Ergotherapeuten oder Hausärztinnen sollen elektronische Patientendossiers führen müssen. Es wird eine Übergangsfinanzierung in Höhe von 30 Millionen Franken nötig.

publiziert am 25.1.2023
image

Künstliche Intelligenz in der Verwaltung: Droht der Wildwuchs?

Der Bund führt Projekte zu KI-Systemen in Behörden durch, wie sie auch im neuen Datenschutzgesetz erwähnt sind. Zivilgesellschaftliche Organisationen warnen.

publiziert am 24.1.2023
image

Bern sagt: "Digital first!"

Digital first für Behörden, Einbezug der Gemeinden und Open Source für die Wirtschaft: Der Kanton treibt die Digitalisierung in der Verwaltung voran.

publiziert am 23.1.2023
image

Referendum zu Jugendschutzgesetz krachend gescheitert

Die geforderten 50'000 Unterschriften wurden um mehr als die Hälfte verfehlt. Es gibt keine Volksabstimmung zu neuen Jugendschutz-Vorschriften.

publiziert am 23.1.2023