G-Mail-Absturz: "Nebeneffekte" waren schuld

25. Februar 2009, 15:52
  • google
  • e-mail
image

Wartungsarbeiten in einem Rechenzentrum lösten Kettenreaktion aus.

Wartungsarbeiten in einem Rechenzentrum lösten Kettenreaktion aus.
Wer mit Software-Entwicklung zu tun hat, der kennt und fürchtet die so genannten "Nebeneffekte" oder "side effects". Mit dem Begriff beschreibt man das Phänomen, dass neue Software-Versionen oft unbeabsichtigte Auswirkungen in einer eigentlich gar nicht betroffenen Ecke eines Systems haben können. Solche "side effects" sind nur durch sehr aufwändige Tests zu vermeiden, da man Teile eines Systems testen muss, wo gar nichts verändert wurde. Zudem sind die Ursachen schwierig aufzuspüren.
Offenbar wurden nun auch die Gmail-User Opfer eines solchen "side effects". Der sehr verbreitete E-Mail-Dienst von Google war gestern während zweieinhalb Stunden nicht benützbar, was für weltweite Aufregung in der Internet-Gemeinde gesorgt hat.
So schreibt Acacio Cruz, der bei Google für die Qualität der RZ-Dienstleistungen verantwortlich ist, in einen Blogeintrag Dieses RZ wurde in der Folge überlastet und schied aus, worauf sich die Probleme über alle anderen Datacenters von Google ausbreiteten.
Nun seien die Probleme gefunden und beseitigt, so Cruz.
Gemäss einem Bericht von Associated Press, sollen Kunden der kostenpflichtigen Version von Gmail mit 15 Tagen Gratis-Benützung entschädigt werden. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

"Zoogler" sorgen sich um ihre Jobs

Wie viele Schweizer Arbeitsplätze vom weltweiten Stellenabbau bei Google betroffen sind, ist noch nicht klar.

publiziert am 25.1.2023
image

US-Kartellwächter klagen erneut gegen Google

Das Justizministerium wirft dem Konzern wettbewerbsfeindliche Methoden im Ad-Tech-Bereich vor und fordert eine Zerschlagung.

publiziert am 25.1.2023
image

Auch Google muss sparen – 12'000 Stellen weg

Nach Microsoft setzt auch Google im grossen Stil den Rotstift an und streicht 12'000 Jobs.

publiziert am 20.1.2023
image

Deutsches Bundeskartellamt mahnt Google ab

Google und Mutterkonzern Alphabet müssen ihre Daten­verarbeitungs­konditionen anpassen, so der Bonner Wettbewerbs­hüter. Nutzende hätten zu wenig Wahlmöglichkeiten.

publiziert am 11.1.2023