G-Mail-Absturz: "Nebeneffekte" waren schuld

25. Februar 2009, 15:52
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Wartungsarbeiten in einem Rechenzentrum lösten Kettenreaktion aus.

Wartungsarbeiten in einem Rechenzentrum lösten Kettenreaktion aus.
Wer mit Software-Entwicklung zu tun hat, der kennt und fürchtet die so genannten "Nebeneffekte" oder "side effects". Mit dem Begriff beschreibt man das Phänomen, dass neue Software-Versionen oft unbeabsichtigte Auswirkungen in einer eigentlich gar nicht betroffenen Ecke eines Systems haben können. Solche "side effects" sind nur durch sehr aufwändige Tests zu vermeiden, da man Teile eines Systems testen muss, wo gar nichts verändert wurde. Zudem sind die Ursachen schwierig aufzuspüren.
Offenbar wurden nun auch die Gmail-User Opfer eines solchen "side effects". Der sehr verbreitete E-Mail-Dienst von Google war gestern während zweieinhalb Stunden nicht benützbar, was für weltweite Aufregung in der Internet-Gemeinde gesorgt hat.
So schreibt Acacio Cruz, der bei Google für die Qualität der RZ-Dienstleistungen verantwortlich ist, in einen Blogeintrag Dieses RZ wurde in der Folge überlastet und schied aus, worauf sich die Probleme über alle anderen Datacenters von Google ausbreiteten.
Nun seien die Probleme gefunden und beseitigt, so Cruz.
Gemäss einem Bericht von Associated Press, sollen Kunden der kostenpflichtigen Version von Gmail mit 15 Tagen Gratis-Benützung entschädigt werden. (Christoph Hugenschmidt)

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