Ganz neue Töne aus Redmond

18. Mai 2007, 16:05
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Microsoft bemüht sich ganz offensichtlich um einen anderen - offeneren - Umgang mit dem Mitbewerb, wenn es um Standards geht.

Microsoft bemüht sich ganz offensichtlich um einen anderen - offeneren - Umgang mit dem Mitbewerb, wenn es um Standards geht. So hat der Software-Konzern und de-fakto-Monopolist was PC-Betriebssysteme angeht, im American National Standard Institute (ANSI) nach eigenen Angaben für die Anerkennung des Dokumentenstandards ODF 1.0 (Open Document Format) als ANSI-Standard gestimmt.
ODF ist ein auf XML basierender, relativ einfacher Standard für Dokumente (Texte, Präsentationen, Spreadsheets). ODF ist öffentlich und wird von Open-Source-Bürosoftware wie Open Office unterstützt. Viele Behörden bevorzugen in der Tendenz ODF vor den Microsoft-eigenen Formaten. Deshalb hat Microsoft ebenfalls einen XML basierenden Dokumentenstandard entwickelt ("Open XML") und dieser der europäischen Industrievereinigung ECMA übergeben. "Open XML" ist wesentlich komplexer als ODF, unterstützt dafür aber sämtliche Funktionen in Microsofts Büro-Software.
Die Schweizer Standard-Organisation für Behörden, eCH, unterstützt sowohl ODF wie auch "Open XML". (hc)

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