Ganze BSI-Gruppe auf neue Lösung migriert

2. August 2011, 16:49
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Ein grosser Schritt für B-Source: BSI-Gruppe ersetzt 25-jährige Software mit B-Source Master auf Avaloq.

Ein grosser Schritt für B-Source: BSI-Gruppe ersetzt 25-jährige Software mit B-Source Master auf Avaloq.
Der Tessiner Banken-IT-Dienstleister B-Source hat zusammen mit dem Implementationspartner Orbium einen grossen Schritt gemacht. Und zwar hat man am 4. Juli gleichzeitig BSI Schweiz und deren Niederlassungen in Singapur, Nassau und Luxemburg auf B-Source Master "powered by Avaloq" migriert. B-Source betreibt nicht nur die Bank-Informatik für die BSI-Gruppe, sondern ist auch für die Backoffice-Prozesse und die IT-Security der Tessiner Privatbank verantwortlich.
Das Going-Live mit der etwas umständlich B-Source Master "powered by Avaloq" genannten BPO-Umgebung (Business Process Outsourcing) wird in einer Pressemitteilung von heute zu Recht als "Meilenstein" bezeichnet, denn die BSI-Gruppe ist die bisher grösste Bank, die sich für eine komplette BPO-Lösung, die auf Avaloq aufbaut, entschieden hat.
2000 Nutzer in vier Ländern
Das Projekt war mit der - gemäss Mitteilung erfolgreichen - gleichzeitigen Einführung der neuen Banken-Plattform in drei verschiedenen Zeitzonen, aber auch verschiedenen Sprachen und gesetzlichen Vorgaben nicht nur komplex, sondern auch gross. So hat das System gemäss Mitteilung 2000 Nutzer in vier Ländern. Man habe die "Vollautomatisierung der Bank- und Abwicklungsprozesse bei BSI um 25 Prozent gesteigert", wird Avaloq-Gründer und Chef Francisco Fernandez in einer Mitteilung zitiert.
Kosteneinsparungen standen aber gemäss Stefan Coduri, Head of Banking Platform der BSI AG, nicht im Vordergrund. Das erste und wichtigste Ziel der Migration auf B-Source Master "powered by Avaloq" sei es gewesen, Business-Prozesse zu verbessern. So sei die Bankengruppe von einer 25 Jahre alten auf eine topaktuelle IT-Lösung migriert. Sie werde die Effizienz verbessern und es erlauben, neue Produkte und Services schneller auf den Markt zu bringen. Mittel- und langfristig können die Bank auch eine gewissen Kostenreduktion erwarten, so Coduri auf Anfrage per E-Mail.
Hoffen auf Outsourcing-Trend
Seit Anfang Januar 2010 haben sich sechs Privatbanken mit Niederlassungen im Ausland für das Tessiner Modell entschieden. Zu beachten ist allerdings, dass B-Source eine Tochterfirma seines Grosskunden BSI (Banca della Svizzera Italiana) ist. Der immerhin 600-köpfige Tessiner Bankendienstleister setzt darauf, dass der seit Jahren angekündigte Trend hin zum Outsourcing von Backoffice-Lösungen durch Banken sich nun in den nächsten Jahren tatsächlich materialisieren wird. (Christoph Hugenschmidt)

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