Gartner an RZ-Manager: Werft alte Server raus!

30. November 2009, 13:50
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Gartners gescheite Fragen und scharfen Tipps für die geplagten Manager von Rechenzentren.

Gartners gescheite Fragen und scharfe Tipps für die geplagten Manager von Rechenzentren.
Zum Auftakt der morgen beginnenden 'Data Center Conference' in Las Vegas hat die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner einige der drängendsten Themen und Fragen, die die Verantwortlichen für Rechenzentren heute plagen, zusammengefasst.
Die Gartner-Leute glauben, dass sich die Probleme in Sachen Energieverbrauch, Platz und Technologiewandel für die RZ-Manager im nächsten Jahr eher noch verschärfen werden. Die RZ-Verantwortlichen sollen nach pragmatischen Wegen suchen (für einmal propagiert Gartner keine revolutionären Umwälzungen), um mit den Problemen umzugehen. So soll man sich endlich darüber klar werden, dass alleine der Rauswurf eines einzigen alten x86-Servers, Einsparungen von bis zu 400 Franken pro Jahr bringen kann.
Fragen über Fragen und die Antworten von Gartner
Gartner empfiehlt den RZ-Managern zudem, sich eine Reihe von Fragen zu stellen - und liefert gleich einige Antworten mit. So gibt es gemäss Gartner keine einzelne, standardisierte Methode, um die Kosten eines Rechenzentrums zu messen, erfassen und auf Verursacher herunterzubrechen. Man müsse diese selbst entwickeln. Die Messung der Energieeffizienz (und das Entwickeln der dafür nötigen Metriken) eines Rechenzentrums sollte auf der Prioritätenliste des RZ-Managers zuoberst stehen, findet Gartner.
Weiter geben die Berater vier praktische, allerdings recht naheliegende, wenn nicht gar banale, Tipps für die Eindämmung der RZ-Kosten.
  1. RZ-Manager sollen die Hardware konsolidieren und alte oder wenig benützte Maschinen rauswerfen.
  2. Man solle Aktiva (Hardware) allenfalls über ihre Abschreibungszyklen hinweg benützen.

Zum Schluss warnt Gartner aber davor, ein in die Jahre gekommenes Rechenzentrum unbesehen mit neuer Technologie "aufzurüsten". Es müsse mindestens Ressourcen (Strom, Platz, Netzerkanschlüsse) für fünf Jahre bieten, damit sich die Investitionen lohnen. (Christoph Hugenschmidt)

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