Gartner: CIOs müssen risikofreudiger werden

25. Januar 2008, 13:06
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Business Intelligence, ERP und Speicherlösungen sind zuoberst auf der Technologie-Prioritätenliste. 2008 wollen CIOs weltweit mehr zur Differenzierung ihrer Unternehmen beitragen.

Business Intelligence, ERP und Speicherlösungen sind zuoberst auf der Technologie-Prioritätenliste. 2008 wollen CIOs weltweit mehr zur Differenzierung ihrer Unternehmen beitragen.
Die US-Beratungsfirma Gartner befragt jährlich über 3'600 CIOs von grossen Firmen aus 33 Ländern und 23 Branchen zu Ihren Prioritäten. Fazit der diesjährigen Umfrage: Die Informatik wird wieder vermehrt eingesetzt, um eine Firma im Vergleich zur Konkurrenz zu differenzieren. Informatik soll mithelfen, Geschäftsprozesse zu verändern, neue Kunden anzuziehen und neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Die Herausforderung für CIOs wird es sein, den gestiegenen Erwartungen an die IT-Abteilungen gerecht zu werden und auch tatsächlich die gewünschten "differenzierenden" Lösungen zu liefern.
Stolperstein Mitarbeiter-Qualifikation
Nur 27 Prozent der von Gartner befragten IT-Bosse glauben, dass sie genügend richtig qualifizierte Leute hätten, um die Anforderungen des Business zu erfüllen. "Was zählt ist die Qualifikation Eurer Leute," sagt Mark McDonald von Gartner. Zwei Drittel der IT-Organisationen, die glauben, dass sie den Bedürfnissen des Business nicht vollständig nachkommen können, sagen gemäss Gartner, dass die Qualifikation ihrer Leute am Anfang ihrer Probleme stehen.
Web 2.0 wird wichtiges Marketing-Werkzeug
"Social Computing", also Internet-Anwendungen wie Xing, mit denen Menschen miteinander kommunizieren, werden für CIOs von Grossfirmen wichtiger. "Web 2.0" wird für immer mehr Firmen ein Instrument, mit dem man sich gegenüber dem Kunden differenziert. Damit können auch IT-Abteilungen eine direkte Rolle bei der Kundengewinnung und -Pflege einnehmen.
Die Prioritäten der CIOs 2008
Gartner unterscheidet zwischen Business-Prioritäten und Technologie-Prioritäten, die 2008 auf den Agenden der CIOs stehen. Business-seitig sieht die Rangliste so aus:

  1. Verbesserung der Geschäftsprozesse
  2. Firmen übernehmen

Um diese Geschäftsziele zu erreichen, setzen sich die befragten CIOs folgende technologische Prioritäten:

  1. Business Intelligence Applikationen
  2. Service orientierte Architektur (SOA)

Auffallend dünkt uns, dass das SOA-Geschrei der Anbieter offenbar bei den CIOs nicht verfängt. Ihre Hauptziele, nämlich die Verbesserung der Geschäftsprozesse und die Gewinnung von neuen Kunden, gehen sie "klassisch" an: Mit der Einführung von BI-Werkzeugen und neuen ERP-Systemen.
Die Verschiebung der Prioritäten von defensiven Zielen (Kosten senken) hin zu offensiven und der neu erwachte Optimismus, dass IT direkt zum Geschäftserfolg beitragen, ja neue Geschäftsmodelle aufzeigen kann, bedeutet aber auch, dass CIOs risikofreudiger werden müssen. "CIOs müssen gegenüber Risiken und Innovation toleranter und sie müssen flexibler werden, um sich verändernden Märkten und Kundenbedürfnissen zu stellen," lautet eine der Kernaussagen von Gartner. (Christoph Hugenschmidt)

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