Gartner unkt: CIOs sollten "Rezessionsbudget" ausarbeiten

6. November 2007, 09:56
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Gartner-Experte als Party-Crasher

Gartner-Experte als Party-Crasher.
Ken McGee, Vice President beim IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, warnte gestern an einem Vortrag an Gartners "Symposium/Itxpo" in Cannes vor blindem Konjukturoptimismus und dürfte die Stimmung einiger seiner Zuhörer gedämpft haben. CIOs, so riet er, sollten sich nicht nur gedanklich mit der Möglichkeit einer Rezession befassen, sondern ganz pragmatisch für nächstes Jahr gleich zwei IT-Budgets ausarbeiten. Beim "Hauptbudget" könne man natürlich den wahrscheinlich bereits formulierten Vorgaben des Managements folgen, die auf einer Fortsetzung der guten Konjunkturlage beruhen dürften.
Daneben allerdings solle der vorausschauende CIO auch ein weiteres, um mindestens 10 Prozent tieferes Budget vorbereiten, dass er im Falle einer Konjunkturschwäche schnell hervorzaubern könnte. Gartner sagt nicht direkt eine Rezession voraus. Aber: "Obwohl die wirtschaftlichen Aussichten für nächstes Jahr noch völlig unentschieden sind, ist es nicht klug, zu warten, bis sich definitiv ein klarer ökonomischer Trend abzeichnet", so McGee. Es gebe zumindest genügend Grund für Bedenken, hauptsächlich aufgrund der Krise im US-Hypothekenmarkt, so dass die Ausarbeitung eines "Bad Case"-Budgets "schlicht und einfach "gutes Management" sei.
Und mit einem vernünftigen alternativen IT-Budget in der Hinterhand, so McGee weiter, könnte man dann auch im Falle eines schlechten Falles als IT-Verantwortlicher der Geschäftsleitung genau die Art von Initiative und vorausschauendem Denken demonstrieren, die man dort gerne sehe. (hjm)
(Bild: Cassandra warnte oft und zurecht, aber niemand hörte auf sie. das Bild stammt von der britischen Malerin Evelyn de Morgan)

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