Geben AMD und Intel den CPU-Preiskampf auf?

20. April 2007, 12:18
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Nachdem sich Intel im grossen Fight der CPU-Schwergewichte zuletzt nach einer Schwächephase wie einigermassen frisch zeigte, hängt nun Rivale AMD arg in den Seilen.
Im abgelaufenen ersten Quartal dieses Jahres musste AMD happige 611 Millionen Dollar Verlust verbuchen. Auch ohne Sonderaufwendungen, zum Beispiel durch Abschreiber im Zusammenhang mit der ATI-Übernahme, hätte der Verlust noch rund 280 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz des Chipherstellers schrumpfte, verglichen mit dem gleichen Quartal des Vorjahres, um 7,4 Prozent auf 1,233 Milliarden Dollar.
AMD konnte im Laufe des vergangenen Jahres, vor allem durch technologische Vorsprünge gegenüber Intel, seinen Marktanteil deutlich steigern und arbeitete profitabel. Durch neue Produkte drehte Intel dann aber die Situation an der Technologiefront wieder um, worauf AMD zum Mittel des Preiskampfs griff, um seine Marktposition zu halten. Schon im letzten Quartal 2006 verbuchte AMD unter anderem dadurch einen schweren Verlust von 574 Millionen Dollar.
Nachdem AMD bereits angekündigt hatte, seine geplanten Investitionen um rund 500 Millionen Dollar zu senken, versprach der Chiphersteller nun noch weitere Sparmassnahmen, wozu auch eine Stellereduktion gehören dürfte. Über das Ausmass der Stellenstreichungen äusserte sich AMD allerdings noch nicht.
Der Verlust entsprach den jüngsten Prognosen der Börsenbeobachter, die erst letzte Woche nach einer Gewinnwarnung AMDs gesenkt worden waren. Nach der jetzigen Bekanntgabe der Resultate deutlich stieg der AMD-Aktienkurs gestern Abend deutlich. Dies hängt einerseits mit den angekündigten Sparmassnahmen zusammen. Andererseits glauben auch viele Experten, dass nun eine Art unausgesprochener Waffenstillstand im für beide Seiten schmerzlichen Preiskampf zwischen AMD und Intel bevorstehen könnte.
AMD hat zwar erst vor wenigen Tagen weitere Preissenkungen bekannt gegeben, hat aber auch angekündigt, weniger als früher geplant in die Erhöhung seiner Fertigungskapazität zu investieren. Für AMD würde es also vorerst wenig Sinn machen, deutlich grössere Marktanteile zu erobern. Und auch Intel, so wird argumentiert, dürfte vorerst der Profitabilität zuliebe an der Preisfront Zurückhaltung zeigen. Als Indiz dafür gilt, dass es die Intel-Verantwortlichen in den letzten Tagen auffällig sorgfältig vermieden haben, dass Wort Marktanteil in den Mund zu nehmen. (hjm)

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