Gebrauchtsoftware: Kampf geht in die nächste Runde

4. Juli 2008, 09:27
  • international
  • oracle
  • lizenz
  • microsoft
image

Der deutsche Software-Händler Usedsoft darf keine gebrauchten Oracle-Lizenzen verkaufen.

Der deutsche Software-Händler Usedsoft darf keine gebrauchten Oracle-Lizenzen verkaufen. Das Oberlandesgericht München hat gestern den Entscheid der Vorinstanz bestätigt. Usedsoft wird den Fall an den Bundesgerichtshof weiterziehen, "um eine höchstrichterliche Entscheidung herbeizuführen", wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst. Rechtlich umstritten ist das Geschäft mit Second-Hand-Lizenzen, die per Download vertrieben wurden. Mit gebrauchter Software auf Datenträgern darf laut einem Urteil vom letzten Jahr gehandelt werden. Seit Ende 2006 ist Usedsoft auch in der Schweiz vertreten. Bisher ist es hierzulande noch nicht zu einem Prozess gekommen. Laut einem Sprecher ist die Rechtslage in der Schweiz "für usedsoft sicherer als anderswo". Artikel 12 des schweizerischen Urheberrechtsgesetzes erlaubt explizit den Weiterverkauf von Software.(aa)

Loading

Mehr zum Thema

image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022
image

Vor 39 Jahren: Word 1.0 für MS-DOS erscheint

Im September 1983 brachte das Hause Redmond seine Textverarbeitungs-Software für das Microsoft Disk Operating System, kurz MS-DOS, auf den Markt.

publiziert am 30.9.2022
image

USA gegen Russland: Wahl um ITU-Präsidium ist entschieden

Die International Telecommunications Union (ITU) der UNO wird neu von einer Amerikanerin geleitet. Doreen Bogdan-Martin setzte sich gegen einen Russen durch.

publiziert am 29.9.2022
image

Ransomware-Banden kaufen Erstzugänge extern ein

Für nur gerade 10 Dollar können sich Cyberkriminelle auf Darkweb-Flohmärkten Zugänge zu Systemen kaufen. Damit können sie dann Schlimmes anrichten.

publiziert am 29.9.2022