Gefährden IT-Jobs die Gesundheit?

2. November 2009, 15:36
  • politik & wirtschaft
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Zumindest für deutsche Informatiker scheint es bei der Bewertung ihrer Arbeitsstelle das wichtigste zu sein, dass diese ihre Gesundheit nicht ruiniert.

Zumindest für deutsche Informatiker scheint es bei der Bewertung ihrer Arbeitsstelle das wichtigste zu sein, dass diese ihre Gesundheit nicht ruiniert. Danach gefragt, was "ihnen wichtig in ihrer Arbeit" sei, bewerteten 91 Informatiker das Kriterium "dass die Arbeit die Gesundheit nicht gefährdet" vor 20 anderen Kriterien deutlich am höchsten. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen "kollegiale Arbeitsatmosphäre", "Spass an der Arbeit", "arbeitsfreie Wochenenden" und ein "sicheres Einkommen für mindestens 3 Jahre". Ein hoher variabler Lohnanteil folgte dagegen ganz am Schluss der Rangliste.
Gleichzeitig beklagten sich die Hälfte aller Befragten darüber, dass sie der grosse Zeitdruck beziehungsweise das hohe Arbeitsaufkommen im Job stark belaste. Zum Vergleich: Allgemein fühlen sich in Deutschland etwas weniger als ein Drittel der hochqualifizierten Beschäftigten stark oder sehr stark belastet.
Wie das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München, das die Umfrage durchführte, konstatiert, gebe es im IT-Umfeld einen "tief greifenden Kulturwandel" im Zusammenhang mit "fortschreitender Arbeitsverdichtung" – sprich zunehmendem Stress für die Arbeitnehmer. Diese fühlten sich unter "permanentem Bewährungszwang" und fühlten sich für immer schwerer erreichbare Ziele verantwortlich – mit der konkreten Drohung im Hintergrund, im Misserfolgsfall schnell entlassen zu werden. (hjm)

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