Gefährliche PDF-Lücke entdeckt

9. September 2010, 10:39
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Vorsicht vor dubiosen PDF-Dateien: Zero-Day-Exploit für Adobe Reader im Umlauf.

Vorsicht vor dubiosen PDF-Dateien: Zero-Day-Exploit für Adobe Reader im Umlauf.
Der auf den meisten PCs installierte Adobe Reader, der zum Anzeigen von PDF-Dateien dient, hat ein Sicherheitsloch, das vom Softwarehersteller Adobe als "kritisch" eingestuft wird. Angreifer könnten über das Sicherheitsloch die Kontrolle über den Rechner erlangen.
Das bisher unbekannte Loch wird von Hackern bereits ausgenutzt – es kursieren offenbar entsprechend verseuchte PDF-Dateien für Windows per E-Mail (Betreff: "David Leadbetter's One Point Lesson.") Laut Experten erkennen bloss 25 Prozent der aktuellen Security-Programme die infizierte PDF-Datei.
Gemäss Adobe sind frühere Versionen bis zur Version 9.3.4 des Adobe Readers für Windows, Mac und Unix betroffen. Beim ebenfalls betroffenen Adobe Acrobat, der zum Erstellen von PDF-Dokumenten dient, sind die früheren Versionen bis 9.3.4 für Windows und Mac betroffen.
Ein Patch für das Loch ist gemäss Adobe in Vorbereitung. Javascript ausschalten ist in solchen Fällen immer ein guter Ratschlag, obwohl in diesem Fall nicht ganz klar ist, ob es etwas bringt. Zudem könnte man auch Alternativ-Programme wie etwa Foxit, Sumatra oder Nitro PDF einsetzen. Diese Programme werden aufgrund ihres kleineren Marktanteils weniger oft angegriffen als der Adobe Reader. (mim)

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