Gefahr durch Erpresser-Malware zunehmend

27. Juni 2006, 15:14
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Software an User: "Entweder Du bezahlst, oder ich ich lösche Deine Harddisk"

Software an User: "Entweder Du bezahlst, oder ich ich lösche Deine Harddisk"
So genannte "Ransomware" (ransom = Lösegeld) scheint mehr und mehr zum ernst zu nehmenden Phänomen zu werden. Dabei handelt es sich um bösartige Software, die Files auf einem PC löscht oder verschlüsselt und dieses bösartige Tun nur bei Bezahlung eines Lösegelds unterlässt, respektive den Schlüssel zur Entschlüsselung der Files liefert. Wie es sich für richtige Erpresser gehört, warnt die Software auch gleich noch davor, die Polizei zu kontaktieren
Früher sei "Ransomware" überwiegend in Business-Communities aufgetaucht, heute verbreite sich diese Schädlingsvariante immer mehr unter Heimanwendern, sagt Greg Day vom Security-Hersteller McAffee. Der bekannte Security-Spezialist Righard Zwienenberg von Norman, einer Firma, die sich sonst mit übertriebenen Sicherheitswarnungen zurückhält, bestätigt gegenüber inside-it.ch: "Ransomware ist kein neues Phänomen. Aber nun sehen wir eine wachsende Verbreitung dieser Art von Malware. Wie wir überhaupt mehr und mehr echtes "Cybercrime" feststellen."
Gemäss Zwienenberg ist Unvorsichtigkeit einer der Hauptgründe für die Verbreitung von erpresserischer Software. Denn eine installierte Firewall kann zwar vor solcher Software schützen, doch nützt sie auch nichts mehr, wenn man sie temporär auschaltet, um das vermeintlich attraktive Stück Software herunterzulanden und zu installieren. (Christoph Hugenschmidt)

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