Gehackte Server bei Acer, Nintendo und - schon wieder - Sony

6. Juni 2011, 11:11
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Die Hacker-Gruppe "Pakistan Cyber Army" vermeldete am Freitag einen erfolgreichen Angriff auf einen europäischen Server des taiwanischen Computerherstellers Acer.

Die Hacker-Gruppe "Pakistan Cyber Army" vermeldete am Freitag einen erfolgreichen Angriff auf einen europäischen Server des taiwanischen Computerherstellers Acer. Dabei sollen den Angreifern rund 40'000 Datensätze mit persönlichen Daten wie Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von europäischen Acer-Kunden sowie nicht näher beschriebener Quellcode in die Hände gefallen sein. Die Hacker kündigten an, die Daten zusammen mit einer Pressemitteilung veröffentlichen zu wollen.
Auch der bereits mehrfach angegriffene Sony-Konzern kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Gigahack auf dem Multiplayer-Netz Sony Online Entertainment und weitere, kleinere Hackerangriffe auf Sony Music in Japan, Griechenland, Thailand und Indonesien sowie Sony Ericsson in Kanada. Am vergangenen Freitag wurde nun bekannt, dass Hacker auch bei SonyPictures.com erfolgreich waren. Der Gruppe "LulzSec" sollen rund eine Million Nutzerdaten in die Hände gefallen sein, von denen sie 39'000 Kombinationen aus E-Mail-Adresse und Passwort beziehungsweise 12'500 mit E-Mail-Adresse, Passwort, Adresse und Geburtsdatum zu Beweiszwecken im Internet veröffentlicht haben. Die Daten seien, so die Hacker, nicht verschlüsselt gewesen. Ein kleinerer Angriff galt ausserdem der Website apps.pro.sony.eu, einer E-Commerce-Site von Sony für Geschäftskunden. Dort sollen dem libanesischen Hacker "Idahc" Telefonnummern und E-Mail-Adressen von 120 Geschäftskunden in die Hände gefallen sein.
Auch Sony-Rivale Nintendo meldet einen Angriff - allerdings soll dieser harmlos gewesen sein. Die Hackergruppe "LulzSec" hatte die Konfigurationsdatei eines Nintendo-Servers veröffentlicht, dabei aber betont, keine Kundendaten erbeutet zu haben. Man richte sich nicht gegen Nintendo, denn "wir mögen Nintendo 64 viel zu sehr". Man hoffe aber, dass Nintendo die genutzte Sicherheitslücke schliessen werde. Der japanische Elektronikhersteller bestätigt ein Problem mit der Serverkonfiguration, betonte aber auch, dass der Server keine sensiblen Kundendaten enthalten habe. (bt)

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