Geheimnistuerei um das Zürcher Glasfaserprojekt

21. Mai 2015, 15:56
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119 Millionen sind weg - nun werden weitere 81 Millionen Franken für den Ausbau des Zürcher Glasfasernetzes fällig.

119 Millionen sind weg - nun werden weitere 81 Millionen Franken für den Ausbau des Zürcher Glasfasernetzes fällig.
Die Stadt Zürich setzt den Bau des stadtweiten Glasfasernetzes fort. Zwischen Juni 2013 und Mitte dieses Jahr sind in Zürich gemäss EWZ 150'000 Anschlüsse gebaut worden. Das EWZ hat davon 85'000 Anschlüsse gebaut, Swisscom deren 65'000.
Total werden bis Ende 2019 240'000 Haushalte erschlossen sein. Swisscom baut ein Viertel davon und hat damit sein Versprechen schon eingelöst. Das Zürcher EWZ nimmt nun seinerseits die zweite Phase des Projekts in Angriff. Mit einer zweiten Tranche von 81,6 Millionen Franken sollen nun weitere 90'000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen werden.
Geheimtuerei um Akzeptanz im Markt
2012 hat das Stadtzürcher Stimmvolk einen Kredit von 400 Millionen für den Bau des Glasfasernetzes angenommen. Im Abstimmungskampf hat der Zürcher Stadtrat damals argumentiert, man werde die Kosten durch die Erträge der Glasfaser-Vermarktungspartner decken können.
Ob dies wirklich so ist, kann man nicht abschätzen. EWZ-Sprecher Kilian Borter beantwortete unsere Frage, wieviele der bereits erschlossenen Haushalte die Glasfasern auch nützen, nicht. Ebenfalls gibt die Stadt Zürich keine Auskünfte darüber, wieviele der Anschlüsse die EWZ-Partner und wieviele Swisscom verkaufen konnten.
Schweizweit werden heute gemäss Swisscom ungefähr 17 Prozent der existierenden Glasfaseranschlüsse genutzt. In Zürich dürften die Verhältnisse ähnlich sein. Damit wären etwa 25'500 Glasfaseranschlüsse in Zürich genutzt. Unbekannt ist, welche Erträge diese Anschlüsse in die Kassen der Swisscom, der EWZ-Partner und des EWZ selbst fliessen lassen. (hc)

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