Geiz ist gei... äh, sicherer?

29. September 2009, 14:15
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Eine Umfrage, die der Security-Softwarehersteller Panda Security unter britischen KMU hat durchführen lassen, hat interessante Ergebnisse zutage gefördert.

Eine Umfrage, die der Security-Softwarehersteller Panda Security unter britischen KMU hat durchführen lassen, hat interessante Ergebnisse zutage gefördert. Lobenswert ist, dass die Ergebnisse publiziert wurden, obwohl sie dem Auftraggeber nicht völlig in den Kram passen dürften.
Die britischen KMU, so das Ergebnis, investieren nämlich deutlich weniger in IT-Security-Technologien, als durchschnittliche Unternehmen in Europa. Trotzdem scheinen sie weniger Sicherheitsprobleme zu haben. Wie Luis Corrons, Technical Director bei Panda gegenüber 'Computer Business Reviews' erklärte, mussten 13 Prozent der britischen Unternehmen wegen Malware-Attacken schon einmal den Betrieb unterbrechen. In ganz Europa liege diese Zahl bei 36 Prozent.
In Grossbritannien geben etwas mehr als die Hälfte aller KMU weniger als 300 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz für Security aus, 38 Prozent sogar weniger als 100 Euro. Im europäischen Durchschnitt investieren 36 Prozent weniger als 300 Euro.
Dazu kommen in Grossbritannien noch 22 Prozent, die gar keine Security-Software einsetzten (oder bei denen die Befragten zumindest nichts davon wussten.) In ganz Europa sind es 18 Prozent.
Ein Grund für die niedrigen Ausgaben für IT-Sicherheit in Grossbritannien ist die hohe Verbreitung von Gratissoftware: Nicht weniger als 57 Prozent der Unternehmen, die Security-Technologie einsetzen, haben zumindest teilweise Gratis-Software im Einsatz.
Eine der Ursachen dafür, dass die britischen KMU weniger von Malware befallen werden, könnte laut Corrons sein, dass sie ihre Mitarbeiter in Sachen Security eher besser ausbilden und entsprechende Policies konsequenter durchsetzen, als andere europäische Unternehmen. Ausserdem werde die Virensoftware eher auf dem aktuellsten Stand gehalten. Andererseits, so Corrons deute die Studie daraufhin, dass die Briten eher lascher seien, wenn es darum geht, andere Applikationen zu patchen, was sie anfälliger auf andere Arten von Cyber-Attacken machen könnte. (hjm)

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