"Geld auf der Strasse" für den Channel?

27. Oktober 2015, 14:29
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Entrepreneur von Down Under will den europäischen Channel erobern.

Entrepreneur von Down Under will den europäischen Channel erobern.
Ein australischer Entrepreneur will mit seiner Plattform iAsset in den EMEA-Raum expandieren. Scott Frew, der hinter einer Reihe von Channel-Unternehmen steht, glaubt, dass Unternehmen mit seiner Lösung sowohl Ressourcen und Kosten sparen und gleichzeitig zusätzliches Geld verdienen können, so ein Bericht des britischen Branchenmagazins 'Channelweb'.
Bei der Lösung handelt es sich um die Plattform "iAsset", die vor rund acht Jahren als Spin-Off des australischen Distis Distribution Central entstanden ist. iAsset richtet sich an sämtliche Channel-Teilnehmer, von den Herstellern über die Distributoren zu den Resellern und Kunden. Über die Plattform können die Nutzer unter anderem Cloud-Abonnements, Lebenszyklen von Hard- und Software oder Vertragserneuerungen und -verlängerungen nachverfolgen und verwalten.
Laut Frew werden diese Dinge von Channelunternehmen heutzutage noch mühsam und oft unvollständig mittels Excel-Sheets verfolgt. Seiner Meinung nach liegt da noch einiges Geld sozusagen auf der Strasse, das aber niemand beachtet. Herr Frew scheint kein Mann der stillen Töne zu sein, und verspricht ziemlich viel - wir finden das Geschäftskonzept trotzdem interessant.
Management-Sofware für IT-Channel
Die cloud-basierte Plattform iAsset kann gemäss eigenen Angaben von allen Beteiligten des IT-Channels genutzt werden. Hersteller können über die Plattform beispielsweise ihre Trainings- und Partnerprogramme sowie die Zertifizierungen regeln. Für Reseller wiederum stehen Management-Module zur Verfügung, über die erkannt werden soll, wann Verträge und Lizenzen erneuert werden müssen oder wann die Hardware eines Kunden das Ende des Lebenszyklus erreicht.
Dies biete den IT-Unternehmen die Möglichkeit, proaktiv auf die Kunden zu zugehen ohne dabei eigene Datenbanken führen oder Heerscharen von Telefonsales beschäftigen zu müssen. Gleichzeitig könnten Reseller die Lösung ihren Kunden massgeschneidert anbieten. Die Endkunden wiederum können damit ihre Hard- und Software verwalten, um etwa zu eruieren, wann Lizenzen auslaufen oder wann Hardware erneuert werden sollte.
Daneben bietet die Plattform ein Tool, das die Cloud-Nutzung überwacht. Die sei insbesondere dann wichtig, wenn Kunden nicht einen Pauschalbetrag bezahlen sondern nach effektiver Nutzung abgerechnet wird. Die Anbieter sehen so die tatsächlichen Einnahmen und den Kunden dient das Tool zur Kostenüberwachung.
Verwaltung von acht Milliarden Dollar
iAsset-CEO Frew ist mit seinem Unternehmen seit Anfang dieses Sommers mit einer Niederlassung in London im EMEA-Raum vertreten. Der Hauptsitz von iAsset ist in Denver und weitere Niederlassungen befinden sich in San Francisco sowie auf den Philippinen. Gemäss 'CRN Australia' erwartet das Unternehmen 2015 acht Millionen Dollar Umsatz. Über die Plattform werden demnach Anlagen im Wert von gut acht Milliarden US-Dollar verwaltet. Die Lösung steht in 20 Sprachen und sechs Währungen zur Verfügung. (kjo)
Veranstaltungshinweis:
Am 28. Januar 2016 haben Sie etwas vor. Sie wollen nämlich am Nachmittag ins Folium im Zürcher Sihlcity. Dort findet ab 13 Uhr das erste Inside Channels Forum statt. Thema: Der Channel und die Cloud.
Prominente Schweizer VARs diskutieren die Frage "How to Survive in Times of Cloud Computing". Hersteller setzen sich auf den heissen Stuhl, die inside-channels-Redaktion zeigt, wo der Channel im Cloud-Business steht und Analysten sagen, wie gross der Schweizer Cloud-Markt wirklich ist.
Die Zahl der Plätze ist beschränkt. Es lohnt sich, frühzeitig ein Ticket zu kaufen (100 Franken für Mitarbeitende von Resellern, 500 Franken für Mitarbeitende von Herstellern und Distributoren).

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