Geldkuh Business-Software

20. Januar 2012, 13:55
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Microsoft konnte den rückläufigen Verkauf des PC-Betriebssystems Windows mit Mehrverkäufen bei Office, Server- und Business-Software kompensieren.

Microsoft konnte den rückläufigen Verkauf des PC-Betriebssystems Windows mit Mehrverkäufen bei Office, Server- und Business-Software kompensieren.
Die Geldmaschine Microsoft läuft weiter - Harddisk-Krise hin oder her. So ist es dem grössten Software-Konzern der Welt gelungen, den Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres (bis Ende Dezember) leicht auf 20,9 Milliarden Dollar zu steigern, obwohl der Absatz des PC-Betriebssystems Windows zurückgegangen ist. Unter dem Strich verdiente Microsoft 6,6 Milliarden Dollar.
Grosserfolg mit Lync und CRM
Der Umsatz der "Business Division" (Office, Share Point, ERP) betrug 6,3 Milliarden Dollar (+ 3 %). Seit dem Verkaufsstart hat Microsoft nach eigenen Angaben fast 200 Millionen Lizenzen der Bürosoftware Office verkauft. Allerdings scheint der Umsatz mit Office gegenüber dem Vorjahr gesunken zu sein, denn andere Bereich der Business Divsion legten noch viel stärker zu. So stieg der Umsatz mit Exchange und SharePoint um 10 Prozent und die Kommunikationsplattform Lync und Dynamics CRM generierten sogar 30 Prozent mehr Umsatz.
Dass der Umsatz mit Office gesunken ist, wäre logisch, denn die Online-Version Office 365 wird im Abo verkauft.
Starke Server-Verkäufe
Auch die Abteilung Server & Tools zeigte gute Zahlen und überholte zum ersten Mal die Windows-Abteilung. Microsoft setzte 4,8 Milliarden Dollar (+ 11 %) mit Server, Datenbanken und Management-Software um, während der Umsatz mit Windows 7 um sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar sank.
Ebenfalls erfolgreich war die Unterhaltungs-Abteilung (+ 15 %, 4,2 Milliarden Dollar). Gemäss Microsoft hat die Online-Plattform Xbox Live nun 40 Millionen Mitglieder - ein Drittel mehr als vor einem Jahr.
Demnächst wird Microsoft die neue Version von Windows als Beta-Version veröffentlichen. Das künftige Betriebssystem soll sich sowohl für Tablets wie für klassische PCs eignen und die neuartige Benützeroberfläche "Metro" haben. (hc)

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