Geldwäscherei: Finma startet Anhörung zu Fintech-Rahmen­bedingungen

28. August 2018, 09:34
  • fintech
  • finma
  • schweiz
image

Die sogenannte Fintech-Bewilligung wird immer klarer ausformuliert.

Die sogenannte Fintech-Bewilligung wird immer klarer ausformuliert. Ein Puzzlestein ist die Teilrevision der Geldwäschereiverordnung-FINMA (GwV-FINMA). Mit dieser soll ermöglicht werden, dass sich auch kleinere Institute sich für eine Bewilligung qualifizieren können.
Soeben hat die Finma die offizielle Anhörung zum Entwurf der neuen Verordnungsbestimmungen gestartet, welche die Sorgfaltspflichten regelt.
Als "klein" erachtet die Finma Firmen, deren Bruttoertrag unter dem Schwellenwert von 1,5 Millionen Franken liege. Sie sollen unter anderem keine unabhängige Geldwäschereifachstelle mit Kontrollaufgaben einrichten müssen. Herkömmliche Banken müssen eine solche aber haben.
Grundsätzlich sollen aber dieselben geldwäschereirechtlichen Sorgfaltspflichten gelten für die Fintechs wie für der Finma direkt unterstellte Finanzintermediäre.
Die Anhörung zur GwV-FINMA dauert bis zum 26. Oktober 2018.
Um neuen Anbietern in der stark regulierten Schweizer Finanzindustrie eine Chance zum Markteintritt und zum Launch von innovativen Produkten zu geben, wurde die Fintech-Bewilligung entwickelt. Damit sollen Fintechs unter bestimmten erleichterten Voraussetzungen eine Bewilligung erhalten. Dafür musste erst im Parlament eine neue Bewilligungskategorie geschaffen werden. Gegenwärtig und bis 21. September läuft eine Vernehmlassung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) zur Schweizerischen Bankenverordnung, die ebenfalls angepasst werden muss.
Das auf Fintechs angepasste Bankengesetz dann soll Anfangs 2019 in Kraft gesetzt werden. Die Finma hofft, mit der GwV-FINMA gleichzeitig soweit zu sein. (mag)

Loading

Mehr zum Thema

image

Angeblicher Datendiebstahl: Unispital Lausanne gibt Entwarnung

Ein Hacker behauptete, im Besitz von 2 Millionen Datensätzen des Spitals zu sein. Doch das Datenpaket stammt offenbar aus Frankreich.

publiziert am 27.1.2023
image

Luzerner können Wille zur Organspende in App hinterlegen

Patientinnen und Patienten des Luzerner Kantonsspitals können ihre Entscheidung zur Organspende neu in der Patienten-App ablegen.

publiziert am 26.1.2023
image

Schweizer IT-Startups sammeln weiterhin fleissig Geld

Im vergangenen Jahr wurden 2 Milliarden Franken in ICT- und Fintech-Startups investiert, was über die Hälfte der Startup-Investitionen hierzulande ausmacht.

publiziert am 26.1.2023
image

"Zoogler" sorgen sich um ihre Jobs

Wie viele Schweizer Arbeitsplätze vom weltweiten Stellenabbau bei Google betroffen sind, ist noch nicht klar.

publiziert am 25.1.2023