Geleakte Passdaten: Fedpol gibt Entwarnung

23. September 2020, 14:56
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Bei einem Ransomware-Angriff in Argentinien waren die Daten von 11'000 Schweizern erbeutet worden. Das Missbrauchsrisiko sei aber gering, so das Bundesamt.

Nachdem Cyberkriminelle Passdaten von über 11'000 in Argentinien eingereisten Schweizerinnen und Schweizern veröffentlicht haben, gibt das Bundesamt für Polizei (Fedpol) Entwarnung. Das Missbrauchsrisiko sei gering, teilt das Amt mit.
Die Daten stammen von einem Ransomware-AngriffDie Daten stammen von einem Ransomware-Angriff auf die argentinische Einwanderungsbehörde im August 2020. Nachdem sich die Behörde weigerte, Lösegeld zu bezahlen, stellten die Hacker entwendete Daten ins Darknet. Neben Schweizern waren auch zehntausende Bürger von Deutschland, Frankreich, Israel und anderen Ländern betroffen.
Unter anderem enthielten die veröffentlichten Daten gemäss Fedpol Namen, Vornamen und Passnummern der betroffenen Schweizer. Die Daten stammen von Ein- und Ausreisen sowie Transfers in Argentinien zwischen Januar 2020 und April 2020.
Das Fedpol schätzt die Möglichkeit eines Missbrauchs als gering ein, weil keine Kopien der Ausweise vorliegen. Darum verzichtet das Bundesamt auf eine dringende Empfehlung an die Betroffenen. Es weist indessen darauf hin, dass eine Erneuerung des Passes jederzeit auf eigene Kosten möglich ist.

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