General Motors geht mit eigener Cloud gegen Google und Apple vor

30. September 2021, 09:35
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Der US-Autoriese versucht mit der Cloud-Plattform "Ultifi" seine Autonomie zu behaupten. Und will sich digitales Geschäft zu erschliessen.

Der US-Autoriese General Motors setzt auf eine eigene Cloud-Plattform im Cockpit, um den Vorstoss von Google und Apple in die Fahrzeuge zu stoppen. Damit sollen unter anderem neue Funktionen per Software-Updates hinzugefügt werden, kündigte GM an.
Erste Wagen mit der neuen Plattform namens Ultifi sollen 2023 auf den Markt kommen, sowohl mit Elektroantrieben als auch mit Verbrennungsmotoren. Zu den späteren Funktionen könne das Starten des Autos per Gesichtserkennung gehören, erklärte GM. Oder die Möglichkeiten, in einigen Situationen die Fahrzeugeinstellungen für junge Fahrer anzupassen.
Die Autobranche durchlebt gerade einen drastischen Wandel hin zu Fahrzeugen, bei denen Software die zentrale Rolle spielt. Zusammen mit dem Trend zur Elektromobilität verändert das sowohl die interne Architektur der Autos als auch die Interaktion der Insassen mit dem Fahrzeug-Systemen.

Kontrolle im Cockpit nicht den Tech-Übermächten überlassen

Einige Experten sind der Ansicht, dass Google und Apple als Betreiber der beiden grossen Smartphone-Plattformen in dieser neuen Welt eine Schlüsselrolle in den Infotainment-Systemen übernehmen könnten – weil diese ihre gewohnten Handy-Dienste nahtlos im Auto weiternutzen wollen.
General Motors hat seine interne Plattform mit Blick auf externe Entwickler auf Linux gebaut. Autorisierte Drittentwickler sollen so Anwendungen für Kunden anbieten können.
Für die Fahrzeug-Hersteller ist es jedoch wichtig, mit verschiedenen digitalen Angeboten im Auto Geld zu verdienen. Deshalb wollen sie die Kontrolle im Cockpit behalten. Einige gehen dabei Kooperationen mit Tech-Unternehmen ein, andere entwickeln Software-Plattformen weitgehend auf eigene Faust.

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