Gerangel um ICT-Lehrlinge

22. April 2014, 10:11
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Trotz wenigen Lehrstellen können sich Jugendliche vor Angeboten kaum retten - der Kampf um Lehrlinge zwischen den Unternehmen wird härter.

Trotz wenigen Lehrstellen können sich Jugendliche vor Angeboten kaum retten - der Kampf um Lehrlinge zwischen den Unternehmen wird härter.
Fast die Hälfte aller ICT-Lehrstellen werden von IT-Dienstleistern angeboten. Alle anderen Branchen bilden zu wenig Nachwuchs aus. Trotzdem können Stellensuchende zwischen verschiedenen Angeboten auswählen. Das besagt die zweite Befragung bei den Erstlehrjahr-Lernenden der Informatik und Mediamatik von ICT-Berufsbildung Schweiz. Zwischen Februar und März 2014 nahmen rund 830 Jugendliche an der Online-Befragung teil.
Die Stellensuche wurde von den Lehrlingen als mittelschwer bis sehr einfach empfunden. Die jungen Befragten gaben an, dass sie zwischen zwei oder mehreren Lehrstellen auswählen konnten. Dieser Anteil hat gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen. Laut ICT-Berufsbildung Schweiz liegt es daran, dass sich mehrheitlich Jugendliche mit guten schulischen Leistungen für ICT-Lehrstellen bewerben. Somit nimmt auch der Kampf um diese Lehrlinge zwischen den Unternehmen zu.
Frauenquote stagniert, Social Media ist obsolet
Die Auswertung der Umfrage hat zudem gezeigt, dass die Frauenquote an der 10-Prozent-Linie verharrt. Junge Frauen für ICT-Berufe zu gewinnen bleibt somit eine grosse Herausforderung der Branche. Zudem fiel auf, dass im Berufswahlprozess Familie, Freunde und Bekannte eine zentrale Rolle einnehmen - Social Media haben fast keinen Einfluss.
Mit dieser Umfrage will der Verein Kenntnisse über den Berufswahlprozess gewinnen. Das Ziel ist, daraus Massnahmen abzuleiten, die mehr Jugendliche für ICT-Berufe begeistern können. Konkret: Die Zahl der ICT-Lehrstellen soll bis ins Jahr 2020 von heute 8'000 auf 12'000 erhöht werden. (lvb)

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