Geschäftsrisiko Cybervorfall

15. Januar 2019, 14:21
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IT-Ausfälle, Datenskandale und strengere Datenschutz­bestimmungen rücken Cyber-Risiken stärker in den Fokus von Schweizer Unternehmen.

IT-Ausfälle, Datenskandale und strengere Datenschutz­bestimmungen rücken Cyber-Risiken stärker in den Fokus von Schweizer Unternehmen.
"Betriebsunterbrechung" nennt die Mehrheit von Schweizer Unternehmen als grösstes Geschäftsrisiko. Doch schon dahinter, auf Rang zwei folgen "Cybervorfälle", wie der Allianz Risk Barometer zeigt.
Die zunehmende Besorgnis über Cybervorfälle folgt auf ein Jahr mit zahlreichen Datenskandalen, Hackerangriffen und IT-Pannen, schreibt Allianz Suisse. "Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Cyber für Unternehmen genauso wichtig ist wie die traditionellen Risiken", erklärt Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber, Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS). In Österreich, Frankreich und Grossbritannien führt das Risiko Cybervorfall das Ranking gar an.
Betriebsunterbrechung und Cybervorfälle sind zwei Geschäftsrisiken, die eng miteinander verknüpft sind. Dies spiegle die Grössenordnung der Bedrohung wieder, die durch die stets wachsende Abhängigkeit von Technologie sowie der wachsenden Bedrohung durch bösartige Handlungen einzelner Krimineller oder Staaten entstehe, schreibt Allianz.
Datenschutzverletzungen, Cyber-Angriffe, einschliesslich Ransomware und DDoS, können erhebliche Verluste verursachen. Cyberkriminalität kostet heute schätzungsweise 600 Milliarden Dollar pro Jahr, gegenüber 445 Milliarden Dollar im Jahr 2014, so die Mitteilung. Häufiger als Kriminalität aber steht menschliches Versagen hinter einem Cybervorfall, der zu potenziell kostspieligen Systemausfällen oder Datenverlusten führt.
Auf Platz acht des Rankings werden Neue Technologien gelistet. Während AI, Data Science und Blockchain zwar als nützliche und wertvolle Innovationen genannt werden, nehmen die Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit beim Einsatz solcher Tools zu.
Auch die Sorge vor rechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld, zum Beispiel hervorgerufen durch Handelskriege, Zölle oder Wirtschaftssanktionen, nimmt erstmals Platz drei im Schweizer Ranking ein. Neu in den Top Ten der Liste ist auch die Sorge vor einem Fachkräftemangel.
Der Allianz Risk Barometer erscheint bereits zum achten Mal. Für die aktuelle Ausgabe wurden Unternehmen aus 22 Branchen in 86 Ländern befragt. Etwa die Hälfte der rund 2500 Befragten stammt aus Grossunternehmen. Die vollständigen Ergebnisse gibt es auf der AGCS-Website. (Katharina Jochum)

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