Gesichtserkennungs-Software führt zu Verhaftung

7. Juni 2017, 09:37
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Erstmals wurde in Wales ein Mann verhaftet, weil er von einer Software zur automatischen Gesichtserkennung (Automatic Facial Recognition, AFR) geschnappt wurde.

Erstmals wurde in Wales ein Mann verhaftet, weil er von einer Software zur automatischen Gesichtserkennung (Automatic Facial Recognition, AFR) geschnappt wurde. AFR-Technologien werden in Grossbritannien von einer Reihe von Polizeikräften eingesetzt und getestet. Doch sei dies das erste Mal, dass die Technologie zu einer Verhaftung geführt habe, schreibt 'Ars Technica' mit Berufung auf die Polizei South Wales. Die Polizei sagte zudem, dass man den Einsatz von AFR-Technologien vorantreiben und Software zur automatischen Gesichtserkennung breit einsetzen möchte.
Seit April ist dem Bericht zufolge bekannt, dass die Polizei South Wales die Gesichter von Menschen "an strategischen Standorten in und um das Stadtzentrum" scannen werde. Insbesondere im Zeitraum um das UEFA Champions League-Finale im Millennium Stadium in Cardiff sollte die Technologie zum Einsatz kommen. Der Mann wurde am 31. Mai verhaftet. Offenbar gab es einen Haftbefehl für den Verdächtigen und 'Ars' mutmasst, dass ein Bild des Mannes im "Niche Record Management System" inkludiert wurde. Diese Datenbank enthalte 500'000 Bilder. Bei der Polizei komme ausserdem Hard- und Software von NEC zum Einsatz. Der Hersteller arbeite seit einigen Jahren an Technologien für die Real-Time-Gesichtserkennung. (kjo)

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