Getronics setzt die Axt an

27. Juli 2011, 13:37
  • cloud
  • outsourcing
image

Bis zu 2500 von 11'000 Stellen weg. Auslagerung nach Indien. Keine Auswirkungen auf die Schweiz.

Bis zu 2500 von 11'000 Stellen weg. Auslagerung nach Indien. Keine Auswirkungen auf die Schweiz.
Der niederländische IT-Dienstleister Getronics hat massive Einbrüche erlitten, wie die Zahlen zeigen, welche der Getronics-Mutterkonzern KPN veröffentlicht hat. Demnach hat Getronics im zweiten Quartal noch 462 Millionen Euro Umsatz gemacht, im entsprechenden Vergleichsquartal waren es noch 478 Millionen Euro gewesen. Der Gewinn brach regelrecht ein, um 63 Prozent von 40 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres auf 15 Millionen im abgeschlossenen Quartal.
Jetzt will das KPN-Management die Axt ansetzen und im Rahmen eines Restrukturierungsprogrammes massiv Stellen streichen: Bis zu 5000 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden, der Grossteil davon bei Getronics, wo gemäss KPN 2000 bis 2500 Stellen wegfallen sollen. Laut KPN sollen alle Stellen in den Niederlanden gestrichen werden.
Auswirkungen auf die Schweiz seien somit nicht zu erwarten, hiess es auf Anfrage von inside-channels.ch in der Schweizzentrale in Wallisellen. Hierzulande beschäftigt der Konzern rund 240 Mitarbeitende an drei Niederlassungen, weltweit rund 11'000 Personen.
KPN hat angekündigt, dass gestrichene Stellen auch ausgelagert würden. Laut 'The Register' sollen insbesondere Positionen in der Verwaltung ausgelagert werden, und zwar nach Indien. Der Abbau soll bis in drei Jahren über die Bühne gehen. (pk)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022 3
image

Public Cloud: Der Bund hat Verträge mit Hyperscalern unterzeichnet

Da noch ein Gerichtsverfahren hängig ist, können die Ämter noch keine Cloud Services im Rahmen der 110 Millionen Franken schweren WTO-Beschaffung beziehen.

publiziert am 27.9.2022 1
image

Basler Datenschützer sieht Cloud-Gutachten kritisch

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bedeute der Entscheid aus Zürich nicht, dass der Gang in die Cloud unproblematisch sei, findet der kantonale Beauftragte in Basel-Stadt.

publiziert am 26.9.2022