GEVER: Alternativ-Anbieter in den Startlöchern

25. November 2011, 14:38
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Bereits 3'100 Arbeitsplätze mit der GEVER-Lösung iGeko beim Bund im Einsatz.

Bereits 3'100 Arbeitsplätze mit der GEVER-Lösung iGeko beim Bund im Einsatz.
Das plötzliche - aber für Insider nicht unerwartete - Ende von GEVER Office, konnte aber nicht mehr zu vernünftigen Kosten weiterentwickelt werden.
Das BIT wird nun in einer Ausschreibung ein neues GEVER-Produkt suchen, damit Bund und Kantone eine Alternative zu den als Standard gesetzten Lösungen der österreichischen Fabasoft haben. Auf die Ausschreibung freut sich etwa die kleine Chamer ABF Informatik. Ihre Lösung iGeko wird beim Bund bei 3'100 Arbeitsplätzen eingesetzt - weitere 900 Lizenzen sind verkauft. iGeko wird etwa beim VBS und vom Bundesamt für Gesundheit benützt, alledings nur mit einer "Ausnahmebewilligung", da die Software beim Bund nicht als Standard gilt. Die Lösung hat aber vom Bund anerkannte Schnittstellen (eCH-0039 und die "Ablieferungsschnittstelle" zum Bundesarchiv).
Nun hofft man in Cham auf eine Chance bei der vom BIT angekündigten Ausschreibung. "Wir werden bei der Ausschreibung sicher mitmachen. Schliesslich haben wir ja schon eine grosse installierte Basis", so ABF-Geschäftsführer Erich Bürgisser zu inside-it.ch. Doch auch andere Anbieter, so etwa die Zürcher the i-engineers, stehen in den Startlöchern.
Es geht um viel Geld, denn der Bund will alle Arbeitsplätze und alle Prozesse digitalisieren. Softwarehersteller, deren Produkte als Standard anerkannt werden, können sich auf einen beständigen Fluss von Lizenz- und Beratungshonoraren freuen. (hc)

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