Gewaltige Kapitalkosten der RZ-Betreiber

24. März 2011, 10:49
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Der paneuropäische Rechenzentrumsbetreiber Interxion hat eben die Geschäftszahlen von 2010 veröffentlicht.

Der paneuropäische Rechenzentrumsbetreiber Interxion hat eben die Geschäftszahlen von 2010 veröffentlicht. Interxion ist unter anderem auch in der Schweiz mit einem RZ in Glattbrugg präsent und ging im Januar in den USA an die Börse.
Interxion setzte letztes Jahr 208 Millionen Euro um und verdiente rein operativ, also ohne Kapitalkosten, Abschreibungen und ähnlichem ("adjusted EBITDA") knapp 80 Millionen Euro. Die Kapitalkosten sind allerdings gewaltig. So hat Interxion eine Anleihe über 260 Millionen Euro mit Laufzeit bis 2017 ausstehend, die zu 9,5 Prozent verzinst werden muss, hatte Ende Jahr aber auch noch 100 Millionen Euro Cash in der Kasse vom Börsengang.
Der schöne "adjusted EBITDA" schmilzt rasch dahin, wenn man die Kapitalkosten mit berücksichtigt. Abschreibungen und Abgrenzungen sowie die Kapitalkosten betrugen je über 30 Millionen Euro, so dass letztes Jahr ein Reingewinn von 14,6 Millionen Euro herausschaute.
Insgesamt bot Interxion Ende Jahr in 28 Rechenzentren in 11 Ländern 43'700 Quadratmeter RZ-Fläche (und vor allem Strom) an, wovon 72 Prozent vermietet war. (hc)

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