Gewerkschaft "begrüsst" neuen T-Systems-Chef mit Demonstrationen

29. November 2007, 13:10
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Viele deutsche Angestellte des IT-Dienstleisters T-Systems werden morgen Mittag eine etwas andere Mittagspause machen.

Viele deutsche Angestellte des IT-Dienstleisters T-Systems werden morgen Mittag eine etwas andere Mittagspause machen. Die deutsche Gewerkschaft ver.di teilte heute mit, dass an "wichtigen Standorten" von T-Systems Demonstrationen unter dem Motto "Mit uns in die Zukunft: Wir sind T-Systems!" im Rahmen einer "aktiven Mittagspause" stattfinden werden. ver.di erwartet bundesweit bis zu 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Mit dieser Aktion möchte die Gewerkschaft den neuen T-Systems-Chef Reinhard Clemens "begrüssen". Der ehemalige EDS-Chef tritt sein Amt am 1. Dezember 2007 an. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder sagte: "Wenn T-Systems in der Top-Liga der IT-Dienstleistungsunternehmen mitspielen will, muss der neue Vorstand die Mitarbeiter motivieren und nachhaltige Beschäftigungsperspektiven aufzeigen." T-Systems verfüge über "fast einzigartige Zukunftspotentiale" als Verbund von Telekommunikation und Informationstechnologie. "Herr Clemens ist aufgefordert, mit den betrieblichen Interessenvertretern und mit ver.di in einen Dialog über den Erhalt von Beschäftigung sowie eine sozialverträgliche Ausgestaltung des geplanten Umbaus einzutreten", so Schröder.
Hintergrund sind Pläne von T-Systems, bis zu 20'000 Stellen auszulagern. Im Frühjahr, dass 16'000 Programmierer und Computertechniker aus dem T-Systems-Bereich Systems Integration (SI) in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden sollen.
Betroffen wären auch die Teilbereiche Business Process Outsourcing (BPO) und Field Services. Insgesamt sollen bis zu 20'000 T-Systems-Stellen in Niedriglohnländer ausgelagert werden. Bereits Anfang September hatte ver.di mit Streik gedroht - von diesen Auslagerungsplänen nicht betroffen sein. (mim)

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