Gewinnabsturz und Chefwechsel bei BT Global Services

31. Oktober 2008 um 13:51
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Gewinnwarnung von BT Global Services reisst den BT-Aktienkurs nach unten. François Barrault hat den Telekom-Outsourcer nach 18 Monaten bereits wieder verlassen. Stellenabbau erwartet.

Gewinnwarnung von BT Global Services reisst den BT-Aktienkurs nach unten. François Barrault hat den Telekom-Outsourcer nach 18 Monaten bereits wieder verlassen. Stellenabbau erwartet.
Nachdem der Telekom-Konzern BT angekündigt hat, dass der Gewinn der Outsourcing-Sparte BT Global Services im abgelaufenen zweiten Quartal vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 152 auf rund 120 Millionen Pfund (zirka 225 Millionen Franken) gesunken ist, sank die BT-Aktie ins Bodenlose: Der Kurs fiel um 29 Prozent und damit so stark wie seit 1986 nicht mehr. Auch die Tatsache, dass die Outsourcing-Sparte einen Umsatzanstieg um 15 Prozent verzeichnete, konnte die Börsianer nicht beruhigen. Die definitiven Zahlen zum zweiten Quartal sollen am 13. November publiziert werden.
Gleichzeitig kündigte das Unternehmen einen Chefwechsel bei BT Global Services an: François Barrault tritt nach nur 18 Monaten als CEO zurück und wird von Hanif Lalani (Foto) ersetzt, der bisher Finanzchef von BT war. Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass Ray Leclercq von Openreach Finanzchef bei BT Global Services wird. Wer Lalanis Nachfolger bei BT ist, soll später bekannt gegeben werden.
Stellenabbau?
Während die anderen Sparten von BT gute Leistungen zeigten, war das Unternehmen "besonders enttäuscht" von der Performance der Outsourcing-Sparte. Ian Livingston, der erst seit fünf Monaten an der Spitze des britischen Telekom-Konzerns ist, kündigte Kosteneinsparungen an, machte aber keine genauen Angaben dazu. Er betonte, dass die Probleme bei BT Global Services nicht auf die gegenwärtige Finanzmarktkrise zurückzuführen seien, sondern auf "operative Fehler". Der britische 'Telegraph" berichtet heute indes, dass bei BT Global Services weltweit wohl "Tausende von Stellen" gestrichen werden sollen. Die Sparte beschäftigt zirka 37'000 Personen und ist auch in der Schweiz tätig. (Maurizio Minetti)

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