Gewinner und Verlierer im Schweizer Server-Markt

1. Juni 2007, 09:35
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Eine Momentaufnahme: IBM und Sun mit grossem Momentum im Unix-Markt, HP dominiert Windows-Segment. Sun fasst im X86-Segment langsam Fuss.

Eine Momentaufnahme: IBM und Sun mit grossem Momentum im Unix-Markt, HP dominiert Windows-Segment. Sun fasst im X86-Segment langsam Fuss.
Die Zahlen der Marktforscher zu den Entwicklungen in bestimmten Segmenten sind immer mit Vorsicht zu geniessen. Denn bei teuren Geräten wie etwa Unix-Servern können bereits einzelne Deals Marktanteile kurzfristig verschieben. Zudem pflegen die Hersteller selektiv jene Zahlen zu veröffentlichen, die ein positives Bild abgeben. Hat also ein Hersteller mehr aber billigere Einheiten verkauft, so spricht er von Marktanteilsgewinnen und erwähnt nur im Kleingedruckten, dass er von Stückzahlen aber nicht von Umsätzen spricht.
Der Schweizer Server-Markt: 140 Millionen Dollar im Q1
Unter diesen Vorbehalten sind die folgenden Zahlen durchaus interessant. Im ersten Quartal 2007 wurden in der Schweiz Server für gut 140 Millionen Dollar verkauft. Je etwa 56 Millionen Dollar entfielen auf X86-Geräte (Windows, Linux) und auf Unix-Maschinen. Im Bankenland Schweiz halten sich der Unix- und Windows-Markt also immer noch die Wage.
Hewlett-Packard dominiert den X86-Markt mit einem Marktanteil von knapp über 50 Prozent (in Umsatz) weiterhin. Alle anderen Anbieter sind im Vergleich zu HP "kleine Fische". Dell und IBM "besitzen" je etwa 15 % des Marktes, Fujitsu Siemens folgt mit knapp sieben Prozent. Sun Microsystems - historisch ein Unix-Spezialist - konnte sich immerhin umsatzmässig auf Platz 5 (3 %) etablieren.
Im Markt für Unix-Maschinen sieht das Bild ganz anders aus. Hier dominiert Sun Microsystems in Stückzahlen gerechnet (Marktanteil Q1: 46 %) fast so wie HP den X86-Markt. In Dollar gerechnet sieht es allerdings anders aus. IBM führte im Q1 mit einem Marktanteil von 43 % vor Sun (35 %) und HP (15 %). Das Bild kann aber von Quartal zu Quartal rasch wechseln. IBM steigerte den Umsatz im Q1 im Vergleich zum Vorjahr um glatte 80 %, Sun legte um knapp 70 % zu, während alle anderen verloren. Diese beiden haben offenbar die grossen Unix-Deals des Jahresanfangs abgefischt. (hc)
(Interessenbindung: Sun Microsystems und HP sind wichtige Partner und Werbekunden unseres Verlags.)

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