Gewinnsprung bei Microsoft: Cloud boomt, PC-Sparte schwächelt

28. April 2017, 10:11
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Dank des boomenden Geschäfts seiner Cloud-Sparte hat Microsoft in den drei ersten Monaten 2017 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

Dank des boomenden Geschäfts seiner Cloud-Sparte hat Microsoft in den drei ersten Monaten 2017 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte um 28 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar (alle Zahlen nach Rechenlegungsgrundsatz GAAP), wie der US-Softwareriese am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.
Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar. Dieser von der Börse als enttäuschend eingeschätzte Umsatz sorgte dafür, dass die Microsoft-Aktie um drei Prozent nachgab.
Der Umsatz in der Cloud-Sparte stieg um elf Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Dabei stach besonders Azure heraus: Hier konnten die Erlöse um 93 Prozent zulegen. CEO Satya Nadella betonte dann auch, dass die Resultate das Vertrauen der Kunden in die Microsoft Cloud reflektierten.
Auch die Büroprogramme sorgten für mehr Umsatz: Office 365 verzeichnete ein Plus von 22 Prozent und trugen Microsoft fast acht Milliarden Dollar ein. Ebenfalls im Plus liegt das Windows Betriebssystem das um fünf Prozent zulegen konnte.
Anders sieht es in der PC-Sparte aus: Der Umsatz sank im Bereich Hardware, Smartphone sowie Gaming um sieben Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Krass brach der Erlös der Surface-Geräte ein: Hier musst Microsoft 26 Prozent Minus verbuchen.
LinkedIn, das erstmals voll in die Quartalszahlen einfloss, trug 975 Millionen Dollar zum Umsatz bei, schlug beim operativen Ergebnis aber mit 386 Millionen Verlust zu Buche. (ts/sda)

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