Gewinnverdoppelung: France Télécom will 17'000 Jobs streichen

14. Februar 2006, 14:44
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Logisch, nicht?

Logisch, nicht?
Die Strukturveränderungen in der westeuropäischen Telekommunikationsindustrie gehen weiter. Über die Stellenabbaupläne der hiesigen Player haben wir intensiv berichtet, aber auch im restlichen Europa ist einiges los. Die Deutsche Telekom zum Beispiel kündigte im November den Abbau von 32'000 Stellen über die nächsten drei Jahre an.
Heute hat nun France Télécom, gleichzeitig mit der Veröffentlichung einer guten Jahresbilanz, ähnliche Pläne angekündigt. Im letzen Jahr konnte France Télécom seinen Gesamtumsatz um sechs Prozent auf rund 49 Milliarden Euro steigern. Der Reingewinn stieg dabei fast auf das Doppelte, von drei Milliarden Euro 2004 auf 5,7 Milliarden Euro 2005.
Trotzdem glaubt nun auch France Télécom, dass die Profitabilität des Unternehmens in den nächsten Jahren durch Kostenreduktionen verbessert werden muss. Der französische Telekommunikationskonzern will deshalb bis 2008 rund 17'000 Stellen, etwa 10 Prozent der heutigen Stellenzahl, abbauen. 16'000 davon sollen in Frankreich selbst wegfallen.
Ähnlich wie auch die Deutsche Telekom oder zuletzt Orange in der Schweiz möchte auch France Télécom Entlassungen vermeiden. Das Abbauziel soll durch die "natürliche Fluktuation" erreicht werden, also dadurch, das pensionierte Mitarbeitende oder Leute, die das Unternehmen aus anderen Gründen verlassen, nicht ersetzt werden. (Hans Jörg Maron)

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