Gfi Informatique benennt sich in Inetum um

2. Oktober 2020, 13:29
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Der französische IT-Diensteister, der auch in der Schweiz präsent ist, will sich noch stärker international ausrichten.

Seit dem 1. Oktober 2020 heisst Gfi (Groupement Français d'Informatique) neu Inetum, teilt der Konzern mit Hauptsitz in Saint-Ouen-sur-Seine mit. Gfi wurde 1992 gegründet und verfügt auch über Niederlassungen in Plan-les-Ouates im Kanton Genf und in Zürich.
Der neue Name Inetum stehe für "die Positionierung der Gruppe als Experte für digitalen Datenfluss" und verkörpere, was aus dem Unternehmen geworden sei, heisst es in der Mitteilung: "Eine internationale Gruppe mit 27'000 Mitarbeitenden in 26 Ländern mit erheblich erweiterten Kapazitäten." Die Gruppe habe ihre Grösse innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt und ihren Umsatz von 1 auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert.
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Vincent Rouaix, CEO Inetum.
"Diese Namensänderung ist ein konkreter Ausdruck des Wandels des Unternehmens in den letzten zehn Jahren und zielt darauf ab, eine Dynamik für alle unsere Mitarbeiter zu schaffen", so Vincent Rouaix, seit 2009 CEO und Vorsitzender von Gfi/Inetum.
Mit der Namensänderung bringt das Unternehmen nun auch seine verschiedenen Einheiten unter einer Marke zusammen. Der Konzern hatte in den letzten Jahren durch zahlreiche Übernahmen seinen Geschäftsbereich massiv ausgeweitet. Er bietet für die Finanzindustrie, Maschinenindustrie, weitere Wirtschaftssektoren und den öffentlichen Sektor Consulting, Outsourcing, Application- und Security-Services an und entwickelt auch Software. Inetum will sich laut Mitteilung auch verstärkt auf Bereiche wie Smart City oder Industrie 4.0 fokussieren.
Die letzte grosse Übernahme war 2020 IECISA (Informatica El Corte Ingles), der Technologieberatungszweig der spanischen Kaufhauskette mit einem Jahresumsatz von 700 Millionen Euro zu einem nicht bekannt gegebenen Betrag. Hinter Konkurrenten wie Atos oder Capgemini gehört Inetum damit bereits zu den Grossen der französischen IT-Branche. In allen Märkten, in denen man vertreten ist, wolle der Konzern unter die Top 5, so die Zeitung 'Le Monde'. In Spanien sei Inetum bereits die Nummer 3, in Belgien die Nummer 4.

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