GFT Schweiz will durch Übernahmen wachsen

10. April 2008, 14:31
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2007 konnte die Schweizer Niederlassung des deutschen IT-Dienstleister Umsatz und Gewinn steigern. Wachstumstreiber war der Service-Bereich.

2007 konnte die Schweizer Niederlassung des deutschen IT-Dienstleister Umsatz und Gewinn steigern. Wachstumstreiber war der Service-Bereich.
Auch die Schweizer Niederlassung des deutschen IT-Dienstleisters GFT Technologies konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern. Wie GFT Schweiz heute mitteilte, stieg hierzulande der Umsatz um 35 Prozent auf 7,6 Millionen Franken. Zum Gewinn machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. Eine Sprecherin sagte auf Anfrage, dass die operative Marge deutlich über 5 Prozent liege. GFT Schweiz sei bereits seit 2006 in den schwarzen Zahlen.
Starker Service-Teil
Der Umsatz sei fast ausschliesslich dem Geschäftsbereich Services zuzurechnen (7,5 Millionen Franken), in dem GFT Schweiz ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaftet habe. Entscheidend dazu beigetragen habe die Realisierung der ersten landesweiten E-Government-Lösung der Schweiz im Steuerbereich. Im Auftrag der Kantone und des Bundes entwickelte GFT eine einheitliche Plattform zur Kontrolle von Wertschriftenverzeichnissen und zur steuerlichen Bewertung von nicht kotierten Kapitalgesellschaften in der Schweiz, die sogenannte Wertschriftenverzeichnis-Kontrolle (WVK). Zudem realisierte GFT Schweiz für die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) eine Webapplikation.
Wie GFT Schweiz weiter mitteilte, läuft die Zusammenarbeit mit dem Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos erfolgreich. GFT und Temenos implementieren bei einer "grossen international tätigen Bank" eine neue IT-Plattform.
"Strategische Akquisitionen"
Im Geschäftsbereich Resourcing (Vermittlung von eigenen Mitarbeitenden) – dem eigentlichen Wachstumstreiber konzernweit – war der Markteintritt in der Schweiz laut GFT erfolgreich. Nachdem der Konzern bereits in Deutschland und Frankreich in diesem Geschäftsfeld tätig war, wurden 2007 diese Aktivitäten auch auf die Schweiz und Grossbritannien ausgeweitet. Das Schweizer Resourcing-Team konnte mit LGT Financial Services und ABB die Zusammenarbeit in diesem Bereich intensivieren.
Die E-Mail-Archivierungslösung inboxx, deren Entwicklung im Geschäftsbereich Software entscheidend vorangetrieben worden sei, wurde bei der Nidwaldner Kantonalbank implementiert.
Hansjörg Widmer, Managing Director von GFT Schweiz, erwartet für das laufende Geschäftsjahr weiterhin eine "konstante Umsatzsteigerung". Dafür will sich die Schweizer Niederlassung im Geschäftsfeld Services als Systemintegrator auf die Branchen Banken, Versicherungen und die öffentliche Verwaltung konzentrieren. "Vor dem Hintergrund des grossen Bedarfs an qualifizierten IT-Fachkräften sind wir überzeugt, dass wir im Geschäftsfeld Resourcing weiter stark wachsen werden. Neben organischem Wachstum wollen wir unsere Positionierung durch strategische Akquisitionen sowohl in Services als auch in Resourcing weiter festigen", so Widmer. GFT beschäftigt hierzulande momentan 35 Angestellte in Zürich und Basel. (Maurizio Minetti)

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